Ideenfutter

Für Experten, Führungskräfte und Umsatz-, Verkaufs- und Vertriebsverantwortliche in Unternehmen mit engem Zielgruppenfokus

Gerhard J. Ernest

von Gerhard J. Ernest | 18.01.2015

Kommentieren


Frauennetzwerke (Teil 1): Martina Haas

Ziel dieser neuen Artikelserie „Frauennetzwerke“ ist es, Ihnen erfahrene Frauen vorzustellen, die entweder selbst entsprechende Netzwerke gründeten, selbst nutzen, Netzwerk-Management „lehren“ – oder erfolgreich managen. Sie werden dabei sehr unterschiedliche Beweggründe, umsetzbare Empfehlungen und natürlich äußerst interessante Sichtweisen kennenlernen zur Frage: Welche Unterschiede gibt es beim Netzwerken zwischen Frauen und Männern?

Netzwerken als Anker und Inspirationsquelle sowie Karriere-Turbo

Die Serie „Frauennetzwerke“ richtet sich an Unternehmerinnen, Frauen in Führungspositionen, Kreative, Managerinnen, Selbstständige – und Frauen, die ihre Selbstvermarktung, ihre Reputation oder Positionierung mit neuen, praxisbewährten Impulsen aufladen möchten.

Dass es dabei so manche Überschneidung, die das Netzwerken generell mit sich bringt, geben wird, liegt in der Natur der Sache. Das heißt im Klartext: Willkommen alle Blog-LeserInnen!

Das Knüpfen, Pflegen und professionelle „Verwalten“ interessanter BündnispartnerInnen, Branchengleichsinnter, kollegialer On- und Offline-Foren, Experten-Gremien jeder Coleur erfordert außer einem gesundem Maß an Selbstbewusstsein auch Offenheit und Fairness. Gelegentlich braucht’s für ein erstes Dating oder dem weiteren Umgang mit „großen Tieren“ sowohl ein Quäntchen Mut, eine Prise Hartnäckigkeit und auch Disziplin. Fast hätte ich weitere wichtige Voraussetzungen für alle, an einem effizienten Netzwerken Beteiligten vergessen:

  • Selbstreflexion: Empfehlenswert die oft schmerzliche, aber erkenntnisreiche Frage: Stimmt mein Selbstbild mit der Wirkung auf Andere überein?
  • Entschlossenheit: Beim Netzwerken ist es oft erforderlich, den eventuell gehätschelten, liebgewonnen Elfenbeinturm zugunsten einer mentalen Veränderung am Stichtag X ein für allemal zu verlassen.
  • Neugier: Bis dato unbekannte Menschen, die Ihnen sinnbildlich Steigbügel halten, Sie motivieren und zwangsläufig neue, im Idealfalls äußerst interessante Denkweisen und entsprechende Kontakte vermitteln können, werden Sie weder unverhofft in Ihrem Büro um einen Termin bitten, noch bei Ihnen zuhause unbekannterweise auf einen Smalltalk vorbeikommen. Sie verstehen!
  • Kreativität: Geht es um das Entwickeln „Ihrer“ persönlichen oder unternehmensrelevanten Netzwerk-Strategie, die möglichst langfristig angelegt sein sollte.

Sie riechen es förmlich, diese wenigen Punkte sind nur die Spitze des Eisbergs.

So, genug gequasselt, Herrschaften

Jetzt heißt es gleich festschnallen und eventuelle Vorurteile gegenüber dem Networking-Gedanken in den Schlafmodus schicken. Und zwar für immer, wenn Sie Networking als Akquisitions-Werkzeug, das es nach meiner persönlichen Auffassung ist, künftig erstmals, wieder oder professioneller einsetzen möchten.

Ich wünsche und hoffe, Ihnen dank engagierter InterviewpartnerInnen, handfeste und überzeugende Argumente zu liefern, die Sie in jeder Hinsicht in Sachen persönlicher und/oder unternehmerischer (Weiter-)Entwicklung innerhalb dieser Serie mit Tipps und Einblicken inspirieren.

Wer weiß, vielleicht, so Sie möchten anschließend auch auf deren Social Media-Kanälen begleiten – und im Idealfall offline, früher sprach man von „auf eine Tasse treffen“ oder „klönen“ einladen. Ab sofort liegt die Chance für eine virtuelle oder reale Vernetzung in IHRER Hand. Sie sehen, b12 shots canadian pharmacy es lohnt sich, die Serie „Frauennetzwerke“ auch nach dem heutigen Start zu verfolgen. Über Ihre Aufmerksamkeit und vielleicht sogar eine Weiterempfehlung freue ich mich. Ich wünsche uns allen: Netzwerken at its best.

Martina Haas @haasberlin

Bei Recherchen und der Planung dieser Serie lernte ich als Erste die nach Berlin emigrierte bekennende Badenerin kennen. Zufällig, über (m)einen Netzwerkpartner Dr. Falk Richter, Diplom-Psychologe, Dr. rer. nat., der Beratung, Seminare, Coaching im Bereich Wirtschaftspsychologie bietet, und dem ich an dieser Stelle für die Herstellung des interessanten Kontaktes zu Martina Haas ganz herzlich danke.

Zur zweifachen Buchautorin, Netzwerk-Expertin und erfolgreichen Rednerin Martina Haas gäbe es vorab zur Einstimmung viel Interessantes zu erzählen. Aber gleich übernimmt die leidenschaftliche Leserin von Biografien, die nach eigenem Bekunden „interessante Menschen sammelt“ selbst das Wort. Deshalb: Bühne frei – für Martina Haas!

Martina Haase

Foto: © Eva Oertwig, Berlin

Zur Person:

Martina Haas ist Expertin für Networking und Kommunikation. Sie lebt in Berlin und ist als Vortragsrednerin, Fachmoderatorin und Seminarleiterin im viagra online deutschsprachigen Raum tätig. Von Hause aus Rechtsanwältin war sie zehn Jahre lang Führungskraft in einem internationalen Banken- und Immobilienkonzern – unter anderem leitete sie die Bereiche Gremienbetreuung, Beteiligungen sowie Marketing & Unternehmenskommunikation. Als Inhaberin von Konzept & Innovation Consulting Coaching berät sie Unternehmen und Organisationen in Kommunikations- und Vernetzungsfragen und coacht Führungskräfte insbesondere in Veränderungssituationen.

Im Jahr 2007 erschien ihr von FAZ und NZZ hervorragend rezensierter Karriereleitfaden „Was Männer tun und Frauen wissen müssen – Erfolg durch Networking“. Ihr zweites Buch, den Karriereleitfaden „Crashkurs Networking – in 7 Schritten zu starken Netzwerken“ veröffentlichte der renommierte C. H. Beck Verlag im Februar/März 2014.

www.konzept-innovation.de

Der bekannte Schweizer Schriftsteller Martin Suter entwickelte für die Titelseite Ihres Karriereleitfadens „Crashkurs Networking – in 7 Schritten zu starken Netzwerken“ den pfiffigen Button „Small World by Networking“. Was möchten Sie Ihren LeserInnen damit sagen?

Martina Haas: Martin Suters Text ist eine ultrakurze Formel für Networking-Erfolg: „Small World“ ist das soziologische, durch Studien belegte Prinzip, dass jeder über sechs andere Personen mit allen Menschen verbunden ist. Die bloße Verbindung hilft jedoch noch nicht weiter: Wir müssen damit etwas anfangen, einen Nutzen kreieren – durch Networking. Der Bezug zu Martin Suter ist sein Bestseller „Small World“, eines meiner Lieblingsbücher. Dieser unglaublich spannende Roman zeigt anhand der verwobenen Geschichte zweier Männer immer wieder, wie Netzwerke funktionieren und wie klein die Welt ist:

Kinder vornehmer Kreise lernen sich auf Internaten kennen und bleiben ein Leben lang auch beruflich verbunden. Doch auch für „Normalsterbliche“ gilt, dass die in der Jugend geknüpften Netzwerke häufig die stabilsten sind.

IMG_0890

Cover: © C. H. Beck Verlag

Ihre Botschaft lautet „Netzwerken zahlt sich immer aus“. Ob beim Karrierestart, beruflicher Neuorientierung, aber auch dann, wenn man in einer Sackgasse steckt. Gerade Ungeübte denken beim letzten Beispiel vermutlich, „dann ist es sowie so zu spät!“ Sind Ihnen Beispiele bekannt, bei dem das Netzwerken trotz widriger Vorzeichen zu den geplanten Vernetzungs-Zielen führten?

Martina Haas: Glücksfälle gibt es natürlich auch – man vergeigt den „ersten Eindruck“ und erhält wider Erwarten noch eine zweite Chance oder ein Dritter greift beherzt ein, verwendet sich für einen … In der Regel investiert man jedoch erst einmal in den Beziehungsaufbau, bevor es ans Ernten geht. Da man nie weiß, welche Chance einem ein Mensch selbst oder über seine Kontakte eröffnen kann, ist es wichtig, offen zu sein und sich nicht zu sehr auf einen sofort greifbaren Erfolg zu kaprizieren. Verbissenheit macht selten sympathisch.

IMG_0889

Cover: © C. H. Beck Verlag

„Sie netzwerkt leidenschaftlich über Landesgrenzen hinweg, bringt permanent Menschen sinnvoll zusammen und kennt keine Scheu vor hochrangigen Persönlichkeiten“.

Hermann Scherer, Speaker und Business Expert im Vorwort des Karriereleitfadens „Crashkurs Networking – in 7 Schritten zu starken Netzwerken“ über die Autorin Martina Haas

Sie sprechen von einem „Networking-Gen“. Gerade in Sachen Smalltalk verfügen Frauen oft über mehr natürliches Talent als Männer. Mehr Charisma, mehr Fingerspitzengefühl und mehr Kreativität beim Kommunizieren. Haben Sie während Ihrer langjährigen Netzwerk-Erfahrung Frauen erlebt, die sich mit der Kunst des geschäftlichen Smalltalks generell schwer tun?

Martina Haas: So gut das Kompliment klingt, so muss ich doch widersprechen: Small Talk ist unabhängig vom Geschlecht nicht jedermanns Sache. Manche Menschen haben – unnötigerweise – Angst davor oder ein heftiges Unbehagen, andere halten ihn für oberflächlich oder überflüssig … Es gibt bei beiden Geschlechtern charismatische Kommunikatoren, die geschäftlichen Small Talk mit Leichtigkeit zelebrieren. Männer und Frauen kommunizieren jedoch generell anders: Männer lieben Zahlen, Daten, Fakten, hierarchische cialis viagra levitra review Einordnungen, Frauen gehen den Dingen häufig tiefer auf den Grund, verwenden mehr Interesse auf das Atmosphärische … Das ist ein weites Feld. Frauen in männerdominierten Branchen tun sich bisweilen insofern schwer, als die männlichen Spielregeln und damit auch die Verhaltens- und Kommunikationsweisen den Rahmen vorgeben. Damit lernt man als Businessfrau klug umzugehen.

„Dass jemand selbst gibt und hilfsbereit ist, wird sich in seiner Reputation widerspiegeln und ihm zu Gute kommen. Egoisten und Schmarotzer werden meistens schnell enttarnt …“

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Ihren Erfahrungen zufolge haben Menschen, die Karriere anstreben, mehrere Netzwerke, die im Idealfall bei beruflichen und privaten Anlässen zu positiven Synergien führen. Verraten Sie wie viele unterschiedliche Netzwerke Sie persönlich regelmäßig pflegen?

Martina Haas: Ich habe mein ureigenes, sorgsam gepflegtes Netzwerk mit interessanten Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen aus dem In- und Ausland. Daneben gehöre ich formellen Netzwerken an wie z. B. den Berliner Wirtschaftsgesprächen, dem Verein der Baden-Württemberger in Berlin, den Globewomen, einem internationalen Netzwerk von Führungsfrauen, das seit 25 Jahren besteht. Im Herbst 2014 wurde ich in das hochkarätige Frauennetzwerk „FRAUEN unternehmen“, das Bundeswirtschaftsminister Gabriel aus der Taufe hob, nach einer Bewerbung aufgenommen. Mir ist es wichtig, das Thema „Unternehmertum“ zu besetzen und anderen Frauen Mut zu machen, Selbständigkeit als Option zu erkennen.

IMG_0894

Cover: © C. H. Beck Verlag

Vielen Netzwerken bin ich freundschaftlich verbunden, ohne Mitglied zu sein, wie dem „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ sowie der Demenz-Initiative „Konfetti im Kopf“ von Michael Hagedorn,

einem befreundeten Fotografen. Social Media Präsenz ist für mich ein Muss – ich bin bei Xing, LinkedIn, Facebook, Google+ und Twitter. Twitter ist für mich dabei eines der intelligentesten Netzwerke, das den User zudem bislang kaum durch Vorfiltern der Inhalte manipuliert…

Sie appellieren, Vertrauen trägt Früchte. Allerdings geben Sie zu bedenken: man muss sich beides erarbeiten! Wenn Sie Ihre langjährige Erfahrungen reflektieren, wie lange braucht es, bis ein Netzwerk funktioniert? Lässt sich das überhaupt zeitlich definieren?

Martina Haas: Das lässt sich nicht in Monate oder Jahre fassen. Vieles im Leben ist eine Frage der Chemie der Beteiligten, aber auch der Intensität und Häufigkeit der Begegnungen und vor allem der Gemeinsamkeiten. Zum Teil ernten Menschen erst nach vielen Jahren, weil die andere Person vielleicht keine Möglichkeit hatte, trotz Wertschätzung zu unterstützen. Häufig kommt etwas von anderen Menschen, als denjenigen, denen wir selbst behilflich waren. Der beste Freund, eine enge Bekannte haben häufig nicht den Job oder den Auftrag zu vergeben, den man gerne hätte. Man spricht zu Recht von der Stärke der schwachen Beziehungen. Das bedeutet, dass der Nutzen häufig von Kontakten der Kontakte gestiftet wird. Sie erinnern sich an das Small World-Prinzip.

Medienfrauen2

Foto: © Agentur Baganz, Berlin

Intuition und Spontaneität sind Ihnen sehr wichtig, so in Ihrem Karriereleitfaden „Crashkurs Networking – in 7 Schritten zu starken Netzwerken“ nachzulesen. An anderer Stelle empfehlen Sie allerdings, eine Netzwerkstrategie akribisch zu planen, „Think Big!“ und Geduld aufzubringen. Ist das ein Widerspruch? Anders gefragt, wie lässt sich all das unter einen Hut bringen?

Martina Haas: Das ist kein Widerspruch: Ich spreche von einer Doppel-Strategie, die beinhaltet, manche Vorhaben strategisch anzugehen, was sich selbstredend empfiehlt, wenn man eine neue Stelle in einem anderen Betrieb oder gar im Ausland anstrebt oder antritt. Zugleich sollte man nicht zu verkopft oder zu fixiert auf ein Ziel oder Ergebnis sein, sondern alle Gelegenheiten und Chancen nutzen, die sich spontan ergeben. Netzwerken soll auch Freude machen.

„Da man nie weiß, welche Chance einem ein Mensch selbst oder über seine Kontakte eröffnen kann, ist es wichtig, offen zu sein und sich nicht zu sehr auf einen sofort greifbaren Erfolg zu kaprizieren. Verbissenheit macht selten sympathisch“.

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Vermutlich plagt so manchen Selbstständigen, Führungskraft oder Unternehmer, die quälende Frage: Erhalte ich vom Netzwerk das gleiche Engagement zurück, das ich zeitlich und finanziell investiere? Im „Crashkurs Networking“ sprechen Sie den Aspekt „Freundschaftspreis“ an. Wir alle wissen, dass die Grenze zwischen Geben und Nehmen im Laufe geschäftlicher Verflechtungen gelegentlich überstrapaziert wird. Welchen Tipp haben Sie für Gutmütige – oder Personen, die vor einem klaren Nein scheuen?

Martina Haas: Ein Hinweis wie „bis dahin war mein Rat ein Geschenk des Hauses, alles was darüber hinausgeht, müssten wir in einem Beratungstermin klären. Sie können gerne einen Termin vereinbaren.“ schützt davor, ausgenützt zu werden. In jedem Fall sollte man geschäftliche Eckdaten vorher definieren. Der Satz „wir werden uns schon einig werden“, hat schon oft das Ende einer Freundschaft eingeläutet, weil man sich dann gerade nicht einigen konnte und schon sehr weit gediehen war mit dem Projekt oder Vorhaben.

„Nein-Sagen kann man lernen und muss es konseqent üben … Viele Menschen loten aus, wie weit sie gehen können. Da muss man Grenzen setzen. Ja-Sagen und Nein-Meinen führt zur Unzufriedenheit“.

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Womit und in welchem Umfang verwalten Sie persönlich Informationen und Notizen, die Sie über Ihre Netzwerkpartner sammeln?

Martina Haas: Ich nutze Outlook, habe aber auch noch zwei große Rolodexe, da ich Visitenkarten, wenn ich sie nicht gleich wegwerfe, gerne aufbewahre. Offen gesagt, ist die Visitenkartenverwaltung meine persönliche Baustelle … Da kann ich noch besser werden. Kunden und Menschen, die mir wichtig sind, habe ich mit ihren Belangen immer im Hinterkopf und „verbandle“ wann immer mir das für die Beteiligten gleichermaßen sinnvoll erscheint. Auf Visitenkarten vermerke ich das Datum und den Anlass des Kennenlernens und persönliche Besonderheiten.

Auch die Business-to-Business-Kommunikation verlagert sich in vielen Branchen tendenziell in das Internet. Social Media lebe hoch. Für die Gewinnung viel versprechender Netzwerkpartner bieten sich die gängigen Kanäle an. Stellt sich die Frage:

Wie interagiere ich möglichst individuell mit Personen, die in meinem Terminkalender oder Smartphone schon viele Jahre einen festen Platz haben? Aus verständlichen Gründen ist es oft wenig sinnvoll, enge Vertraute öffentlich bekannt zu machen. Anders gefragt: Welchen Stellenwert hat Diskretion beim Netzwerken im Internet?

Martina Haas: Diskretion hat man auch in den Social Media weitgehend selbst in der Hand: Ich entscheide, welchen Kontakt und welchen Inhalt ich bekannt gebe. Viele sind da mit Privatem und Geschäftlichem sehr sorglos. Wie man mit seinen Ansprechpartner agiert, hat weniger etwas mit dem Medium Internet zu tun als mit der Frage, in welchem Kontext man agiert, wie gut man sich kennt. Das sind prinzipielle Erwägungen. Liest jemand keine E-Mails, muss ich ihn anrufen oder ein Fax schicken, was die ganz Jungen schon nicht mehr kennen. Wir haben viele Möglichkeiten zur Interaktion. Sie richtet sich nach dem Empfänger und dem Anlass – das ist für mich eine Frage der Kundenorientierung.

„Ohne Türöffner und Multiplikatoren braucht man zu viel Zeit, sich bekannt zu machen und Zugang zu wichtigen Informationen zu erhalten“.

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Können Sie nachvollziehen, wenn eine Frau Netzwerken kategorisch ablehnt, mit der Begründung, es würde von Männern vermutlich als zu aufdringlich oder gar als zu anbiedernd empfunden?

„Kategorisches Ablehnen von Networking ist ebenso unsinnig wie unprofessionell. Das können sich nicht einmal die Gelehrten im Elfenbeinturm erlauben“.

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Martina Haas: Man sollte cialis and liver damage in einem solchen Fall nach dem Grund fragen, ob z. B. eine negative Erfahrung gemacht wurde und dann die entsprechende Situation analysieren. Kommunikationsprobleme kann der Sender ebenso auslösen wie der Empfänger, der fehlinterpretiert.

Stichwort „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Man sagt ja Männern gerne nach, beim Auswählen von Geschenken fehlen entweder Phantasie oder Feingespür für die zu beschenkende Person. Anlässlich cialis buy online generic einer Reise nach Rom, um den Abtprimas der Benediktiner Dr. Notker Wolf zu interviewen, überraschten Sie Ihr Gegenüber mit Wiener Würstchen. Geschenke dieser Art setzen Wissen über Vorlieben und Interessen voraus. Wie ich lesen konnte, ist Ihnen diese Überraschung gelungen. Was empfehlen Sie im Gegenzug einem Mann, der eine beruflich interessante Frau, wohlgemerkt aus Geschäftsinteresse, für sich gewinnen möchte?

Martina Haas: Das kommt auf den Einzelfall an – wie gut und wie lange kennen sich die Geschäftspartner, gibt es ein Hierarchiegefälle, was ist in der Branche üblich. Mittlerweile muss man sich über Compliance-Regelungen Gedanken machen. Weiß man(n), dass die Geschäftspartnerin Schweizer Pralinen liebt, kann man ihr damit just aus Zürich kommend gewiss eine Freude machen. Ist bekannt, dass sie demnächst geschäftlich an einen ihr bis dato noch nicht bekannten Ort oder ein fremdes Land reist, könnten Hotel- und Restaurantempfehlungen Sinn machen, ein ausgefallener Reiseführer, das Buch eines Schriftstellers, der dort lebte. Ich bekam auf diese Weise von einem Geschäftsführerkollegen hinreißende Reiseempfehlungen rund um den Globus, nachdem wir uns beim Business Lunch über Urlaubsdestinationen unterhalten hatten. In jedem Fall sollte man versuchen, etwas Spezielles zu finden. Zu privat sollte es nicht sein. Manchmal bekommt man gute Tipps von Assistentinnen oder den Damen im Sekretariat.

„Erschließen Sie sich neue Kreise mit anderen Themen. Sie werden sehen, wie bereichernd das ist“.

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Als Aufruf zum Netzwerken empfehlen Sie Neulingen, einfach mal Neues Auszuprobieren, denn es lohnt sich. Erlauben Sie eine letzte Frage: Hätten Sie Ihre heutige Reputation und somit Ihren geschäftlichen Status auch ohne strategisches Netzwerken erreicht?

IMG_0893

Cover: © C. H. Beck Verlag

Martina Haas: Sicher nicht, wobei ich viele meiner besten Kontakte dem Umstand zu verdanken habe, dass mich Menschen, die etwas zu sagen haben (inhaltlich und/oder aufgrund der Entscheidungsbefugnis) immer interessiert haben, auch wenn das keinen direkten Nutzen zum aktuellen Job oder Projekt versprach. Vieles fügt sich – zum Teil Jahre später. Die Amerikaner nennen das Serendipity … etwas finden, ohne dass man genau das suchte. Man hätte es aber nicht gefunden, hätte man sich nicht auf den Weg gemacht.

„Professionelles Netzwerken kann man erlernen“.

Martina Haas, Expertin für Networking und Kommunikation

Herzlichen Dank Frau Haas für die ausführliche Interpretation Ihrer Gedanken zum Thema Netzwerken mit Frauen.

Fotocredits: Eva Oertwig, Berlin, Agentur Baganz, Berlin.

Schlagworte: Martina Haas, konzept-innovation.de, Konzept & Innovation Consulting Coaching, Frauenunternehmen, Serendipity, Vernetzungsfragen, Veränderungssituationen, Veränderung, Führungskräfte, Netzwerke knüpfen, Frau Netzwerken, Netzwerken Frau, Netzwerke managen, Netzwerkmanagement, Was Männer tun und Frauen wissen müssen – Erfolg durch Networking, Crashkurs Networking – in 7 Schritten zu starken Netzwerken, C. H. Beck Verlag, Martin Suter, Small World, Abtprimas Dr. Notker Wolf, Michael Hagedorn, Konfetti im Kopf, Bündnis für Demokratie und Toleranz, Hermann Scherer, Think Big!, Leadership Frauen, Frauen Netzwerke, Frauennetzwerke Deutschland, Frauen Netzwerk, Frauennetzwerke Österreich, Netzwerk für Frauen in Führungspositionen, Karriere Netzwerke Frauen, Karrierenetzwerk für Frauen, Frauennetzwerke Karriere, Netzwerk Business Frauen, Networking für introvertierte Frauen, protegieren, Kontaktmanagement, elitäre Netzwerke, Frauen Lobby, Stilberatung Business Frauen, Netzwerker, Reputation Management Frauen, Netzwerken unter Frauen, Frauen in Führungspositionen, Netzwerk Akademikerinnen, Netzwerke für Akademikerinnen, Akademikerinnen-Netzwerke, Unternehmerinnen Netzwerke, Frauennetzwerk Business, klüngeln, charismatische Menschen, charismatische Frauen, Charisma lernen, persönliche Ausstrahlung, Rhetorik, Rhetorik für Frauen, xing frauen, networking frauen, networking frauen vorteile, Körpersprache Frau deuten, Körpersprache Mann, Körpersprache bei Frauen, Körpersprache bei Männern, Stimmtraining Frauen, Selbstdarstellung, Imageförderung, Netzwerk-Erfahrung, Baden-Württemberger in Berlin e.V., www.bw-berlin.de, Small world, Influencer, Influencer Marketing, Unternehmens-Netzwerk Self-presentation, image-presentation, Gesetz der Anziehung, Netzwerke für Selbständige, Netzwerken für Selbständige, Netzwerk für Freiberufler, Netzwerke für Freiberufler, Netzwerk Branchen, branchenspezifische Netzwerke, Networking für Unternehmer, Networking für Einsteiger, Netzwerke Management

„Frauennetzwerke“ – meine neue Artikelserie wird demnächst fortgesetzt. Die nächste Interview-Partnerin ist Dagmar Zita Hirche, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“, Hamburg. Die Unternehmensberaterin und Unternehmerin wurde 2011 im Rahmen „Die GOLDENE BILD der FRAU 2011“ für Mut, Stärke und Nächstenliebe ausgezeichnet. Dagmar Zita Hirche, die sich mit großem Engagement für die Zielgruppe 65plus einsetzt, gibt in dem Interview interessante Einblicke in das Netzwerken mit älteren Menschen, die statistisch betrachtet ab einer gewissen Zahl an Lenzen überwiegend weiblich ist – und spricht unter anderem über das Motto Ihres Vereins „Wege aus der Einsamkeit“: „Ein langes Leben soll Glück sein, keine Last“.

Sie wollen erfahren, wann Teil 2 der Serie „Frauennetzwerke“ sowie weitere hier im Blog erscheinen? Folgen Sie bitte ganz im Sinne des Netzwerkens meinem Twitter-Account @MehrSeximText . Oder melden Sie sich zum Newsletter an, wählen Sie den RSS-Feed dieses Blogs. Herzlichen Dank.

Ergänzende Themen rund um das Thema Selbstmarketing finden Sie hier:

Diesen Artikel bewerten

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

Diesen Artikel Kommentieren

Ich freue mich auf Ihr Feedback


* Pflichtfeld