Ideenfutter

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Gespräch mit dem „Curvy Model“ Kera Rachel Cook (Teil 2)

Gesellschaftlichen Idealen entsprechen – oder selbst gewählten „Körper-Götzenbildern“ nacheifern? Wer liebäugelte in unserer Ich-getriebenen Zeit noch nicht damit? Dabei mahnen uns Psychologen, Ärzte, seriöse Berater und Psychotherapeuten in bildorientierten Social-Media-Zeiten längst: Hört auf mit diesem Wahnsinn! Kera Rachel Cook hat nach einer Bulimie-Erkrankung, was die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins betrifft, ihren Weg gefunden. In Teil 1 dieses Gesprächs sagte Kera „Ich habe nur diesen einen Körper, mit dem ich über viele Jahre sehr schlecht umgegangen bin“.

 

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Foto: © Sarah Dulay

 

Hier lesen Sie, weshalb Kera Rachel Cook nach vielen leidvollen Jahren der Selbsterkenntnis Frauen rät, sich optisch nicht für Männer zu verbiegen. Und weshalb Sie sixpack-lose Männer oft sympathischer und interessanter findet.

Ichsein

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– oder lebenslang frustriert?

Wer täglich an exponierter Stelle im öffentlichen Leben steht, selbstständig ist oder sein Salär am Monatsende pünktlich überwiesen bekommt, für alle gilt:

„Brust raus, Bauch rein“ – natürlich nur als Metapher gedacht! Und doch führen diese wenigen Worte direkt in den zweiten Teil dieses Gesprächs. Dass es höchste Zeit wird, traditionelle Bilder der Schönheit, körperlicher Fitness, aber auch fallweise eines mangelnden Selbstbewusstseins zu korrigieren, betont Kera Rachel im folgenden Gespräch mehrfach.

Kera Rachel Cook zählt zwar erst 26 Lenze, hat aufgrund einer jahrelangen Bulimie und ihrer persönlichen Entwicklung viel Negatives, aber auch sehr Interessantes erlebt. Das erfolgreiche Curvy Model führt einen Blog, der Einblick in ihre Arbeit, sowie ihre Ziele gibt.

Sie haben Teil 1 dieses Gesprächs, der zu meiner Blog-Serie „Wie gut verkaufen Sie sich?“ gehört, noch nicht gelesen? Gut, dann stimmen Sie sich bitte hier auf Kera Rachel ein:

Zur Einführung vorab: Kera Rachel Cook im Zeitraffer

Kera Rachel Cook, am 18. April 1988 im schwäbischen Stuttgart geboren. „Klein-Kera“ war bereits als 12-Jährige 1,78 Meter groß, absolvierte im 13. Lebensjahr ihr erstes Modelcasting 2006 in Stuttgart und zweifelte in dieser Lebensphase oft, ob sie dem Modelbusiness mental gewachsen sei. Etwa mit 15 Jahren stellte sich ob ihres Körpergewichts große Unzufriedenheit ein. Erfolglose Diäten, Hungerattacken waren Auslöser einer ernsten psychischen Belastung. Bulimie war die Folge. Getrieben von der Vorstellung, so dünn wie Models in Hochglanzzeitschriften sein zu „müssen“, hielt der Teufelskreislauf noch längere Zeit an. Fanatisches Fitnesstraining und Diäten mit eiserner Disziplin führten jedoch nicht zum gewünschten sichtbaren Erfolg. Während dieser Zeit

kam noch die Absage eines fast unterschriftsreifen Vertrages einer Modelagentur mit der Begründung: „schwerer Knochenbau“. Psychologische Hilfe war für Kera Rachel damals der einzige Ausweg, weiterzuleben.

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Foto: © Sarah Dulay

 

„Ich möchte meinen Körper nicht zur Schau stellen, um irgendwelchen Männern zu gefallen“.

Kera Rachel Cook

Erste Theaterengagements in Sindelfingen mit 14 Jahren. Zielstrebig wie die Schwaben sind, folgte in 2007 das Abitur. Anschließend Schauspielschule in Hamburg, Abbruch aus familiären Gründen.

Von Freunden und Familie ermutigt, bewarb sich Kera Rachel Cook 2010 bei „Germany’s Next Topmodel“ – und erreichte Platz 19 in der fünften Staffel. Im gleichen Jahr begann sie ihr Bachelor-Studium Rhetorik und Literatur, das sie 2013 erfolgreich beendete. Seitdem konzentriert sich Kera Rachel auf ihr Masterstudium der Literatur- und Kulturtheorie. Kera Rachel hofft, in absehbarer Zeit Doktorandin zu sein.

„Ich finde es wichtig, dass auch Frauen mit starkem Übergewicht beginnen sich selbst und ihren Körper zu lieben“.

Kera Rachel Cook

„Eat, Pray, Love“, der Roman und Film der US-amerikanischen Bestsellerautorin Elizabeth Gilbert, zählt zu den wenigen Büchern, die Kera Rachel nachhaltig positiv beeinflussten. Die Protaganistin dieses Werks ermutigte das halbamerikanische Curvy Model ein Leben in Balance zu führen. Elizabeth Gilberts Erkenntnis „Es ist besser, sein eigenes Schicksal in Unvollkommenheit zu leben, als das Leben eines anderen perfekt zu imitieren“, spornte Kera Rachel an.

Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um zu erfahren, dass es sich lohnt, diszipliniert an der Umsetzung von Zielen zu arbeiten. Auch dann, wenn anfangs oder auch über viele Phasen zwischendurch sowohl die Nachfrage als auch sicht- und messbarer Erfolg ausbleibt. Lesen Sie, wie Kera Rachel ihre Bulimie in den Griff bekam, weshalb sie trotz der Liebe zum Modeln studiert und ein klischeefreies, sinnerfülltes Leben für das allerwichtigste hält. Viel Spaß bei diesem Gedankenspaziergang …

 

Überzeugende Körperattribute und Talent zum Flirt mit der Linse von Fotografen zählen zum Handwerkszeug eines Models. Gefragt sind „schnelles Liefern“ und Flexibilität im Umgang mit Agentur, Medien und Auftraggebern. Wie und womit entspannen Sie sich nach einem anstrengenden Plus-Size-Shooting?

Kera Rachel Cook: Nach einem Shooting-Tag bin ich einfach nur platt. Die meisten Menschen unterschätzen das vollkommen. Das ist wirklich ein Knochenjob. Danach bin ich zu nicht mehr viel in der Lage. Meist esse ich noch eine Kleinigkeit und verkrümel‘ mich dann ins Bett, um zu schlafen.

Models und Gutaussehenden unterstellt man oft Negatives. Nämlich „blond“, zickig oder anstrengend und oberflächlich zu sein. Wie wichtig ist für Sie persönlich der äußere Schein. Und wie entkräften Sie solche Vorurteile?

Kera Rachel Cook: Ich kenne diese Vorurteile nur zu gut. Die meisten Models, die ich bisher kennengelernt habe, sind lebende Beispiele dafür, dass das alles totaler Stuss ist. Wenn ich privat unterwegs bin trage ich ganz selten Makeup. Wenn man so häufig geschminkt wird, ist es befreiend, mal keinen Kleister im Gesicht zu haben. Neben meinem Studium bin ich, wenn ich daheim bin, einmal in der Woche bei den Pfadfindern. Da ist auch nicht viel mit zimperlich sein. Letztes Jahr bin ich von Tübingen nach Frankreich gewandert mit 13 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken. Für mich ist das sehr erholsam: 10 Tage mal keinen Spiegel zu haben, dreckig zu werden und an meine persönlichen Grenzen zu kommen. 10 spiegellose Tage verändern die Selbstwahrnehmung komplett. Man nimmt sich nicht mehr über sein Äußeres wahr, sondern nur noch über das Körpergefühl. Das ist jedes Mal wieder eine wichtige Erfahrung für mich.

Das war leider nicht immer so. Noch bis vor einem Jahr war ich meistens gestylt, wenn ich aus dem Haus gegangen bin. Das war einfach Unsicherheit. Ich habe mich hinter dieser Fassade versteckt. Ich brauche das nicht mehr. Heute bin ich einfach nur noch ich selbst ohne den ganzen Schnickschnack.

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Foto: © Sarah Dulay

„Eine kurvige Frau sollte sich nicht in Kleidersäcken verstecken. Man darf ruhig zeigen, was man hat. Aber eben richtig“.

Kera Rachel Cook

Wie überall, gilt auch im Modelbusiness: Positionierung als Marke zeigt Wirkung! Welche Erfahrungen haben Sie als Curvy-Model dazu bisher gemacht, und welche Schritte planen Sie künftig?

Kera Rachel Cook: Für mich ist die Marke Curvy Lady viel wichtiger als ich selbst. Ich arbeite weiterhin als Curvy Model um Geld zu verdienen, auch für den Blog. Mit dem Blog kann und will ich hinsichtlich Bewusstseinsveränderung noch viel bewegen. Dabei nutze ich die Position als Model. Denn ich will Gleichgesinnten endlich mehr Gehör verschaffen.

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber wenn du Model bist, bist du für viele Menschen gleich viel interessanter. Aber in mir steckt mehr. Ich habe viel in meinem Leben erlebt. Ich habe meine eigenen Ansichten und ich möchte etwas bewirken. Deswegen überlege ich mir ganz genau, wie ich mit der Marke Curvy Lady umgehe, was passt und was nicht passt. Das ist manchmal eine echte Gratwanderung zwischen der Frage, wie ich die meisten Leute erreiche und was noch mit meinem Konzept curvy happy healthy übereinstimmt.

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Foto: © TH-Photoarts

Ich habe so viele Ideen, die ich umzusetzen will. Das meiste davon ist noch nicht spruchreif. Eine aktuelle Sache auf die ich mich sehr freue, ist die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Model Silvana Denker für den CURVeveS-Kalender 2016. Das Projekt wurde 2014 ins Leben gerufen und soll Frauen jenseits der Kleidergröße 36 zeigen. Im CURVeveS-Kalender 2013 bin ich als Model zu sehen. Dieses Mal werde ich zusätzlich mein Hirn und meine Kreativität einbringen.

„Neben meinem Studium bin ich, wenn ich daheim bin, einmal in der Woche bei den Pfadfindern“.

Kera Rachel Cook

Kera Rachel, wer in der Modeszene auf sich hält, lebt und vermarktet seine Kreativität auf unterschiedlichen Ebenen. Sie studieren, sind ein viel gebuchtes Curvy-Model, absolvierten in Hamburg Schauspielunterricht, hatten Theater-Engagements in Sindelfingen und Böblingen, moderierten für das RTV ein Online-Sport-Magazin. Zwischendrin nehmen Sie Einladungen zu Model-Castings an. Neuerdings zählt auch das Bloggen zu Ihren Aktivitäten. Wie bewältigen Sie das alles?

Sind Sie so diszipliniert und offen für Veränderung oder was treibt Sie an, dem Leben möglichst viel Interessantes abzugewinnen?

Kera Rachel Cook: Man sitzt häufig daheim vor einem Berg an Arbeit und hat keine Ahnung, wie man das bewältigen soll. Im Augenblick arbeite ich ständig. Mich treibt der Glaube an die Sache an. Ich glaube daran, dass es Zeit ist, etwas zu ändern. Ich muss aber auch sagen, dass meine Work-Life-Balance gerade aus den Fugen gerät. In letzter Zeit schlief ich viel zu wenig. Außerdem blieb fast keine Zeit, mal nur für mich. Das rächt sich: Auch nach sechs, sieben oder acht Stunden Ruhe fühle ich mich unausgeschlafen. Mit diesem Zustand fühle ich mich überhaupt nicht wohl. Mir fehlt die Zeit, mal zwei Wochen Urlaub zu machen. Deswegen setze ich gerade auf Kurztrips.

So war ich z. B. im April für drei Tage im Kloster, um zu schweigen. Jetzt fahre ich für drei Tage in ein kleines Dorf in der Nähe von Tübingen, um dort in einem Hotel unter anderem viel zu schlafen. Das klingt komisch, oder? Zuhause bin ich die ganze Zeit von Büchern, Laptop und Handy umgeben. All das würde mir ein schlechtes Gewissen machen. Deswegen fahre ich fort – und lasse all das Zeug zurück. Wandern, schwimmen, lesen, meditieren sind einfache Dinge, auf die ich mich wirklich freue. Und einige internetfreie Tage, sowie null Kontakt zur Außenwelt bewirken bei mir meist kleine Wunder.

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Foto: © Ralph Geiling

„Wenn man so häufig geschminkt wird, ist es befreiend, mal keinen Kleister im Gesicht zu haben“.

Kera Rachel Cook

US-amerikanische Showgrößen, VIPs der Musik-, Mode- und Glitzer-Szene machen heute oft ihr ganzes Leben auf Social Media-Kanälen sichtbar. Dramen und Banalitäten gehören somit zum Alltag entsprechender Befürworter oder Fans. Wie wirkt solcher Mitteilungs- oder in manchen Fällen sogar dieser ausgeprägte Selbstdarstellungsdrang auf Sie?

Kera Rachel Cook: Ja, das mit Social Media ist so eine furchtbar anstrengende Sache. Ginge es nach mir, würde ich mich am liebsten von Facebook abmelden. Aber mit dem Blog und dem Modeln geht es nicht. Man muss seine Follower ständig über das informieren, was man tut, sonst verliert man sie. Ich poste viel auf meiner Model- und meiner Blog-Seite, wie etwa Fotos von Shootings oder Jobs, Selfies beim Styling, beim Sport oder von meinem Essen. Eigentlich ist das gar nicht meins. Aber man tut eben, was getan werden muss. Privat verzichte ich darauf. Diese ständige Selbstinszenierung ist mir zuwider. Auf Facebook und anderen Social Media-Plattformen sehen wir doch alle immer so viel besser aus, als wir eigentlich sind. Stimmt’s?

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Foto: © Sarah Dulay

Wie vermutlich viele andere Models auch, litten Sie bereits in Ihrer Jugend unter Bulimie. Sie klammern dieses heikle Thema nicht aus, sondern sprechen offen darüber. Über den Teufelskreislauf, den Magersucht auslöst, spricht die Glamourwelt der Schönen und Reichen nur ungern.

In welchem Alter stellten Sie bei sich erste entsprechende Symptome fest? Und wie sind Sie dem psychischen und körperlichen Raubbau entkommen?

Kera Rachel Cook: Bei mir hat sich die Bulimie im Alter von 15 Jahren entwickelt, als mich eine deutsche Agentur unter Vertrag nehmen wollte. Die Voraussetzung war knallhart: Ich sollte abnehmen! Ich habe jahrelang unter einer Bulimie ohne Erbrechen gelitten, das heißt, ich hatte Fressanfälle und habe gegenregulierende Maßnahmen wie Nulldiäten, übermäßigen Sport, Abführmittel und Appetitzügler ergriffen. Ich war zwei Mal in der Klinik, um mich behandeln zu lassen und jahrelang in ambulanter Therapie. Ohne diese professionelle Hilfe wäre ich da nie rausgekommen. Meine letzte Therapie ist drei Jahre her. Seitdem bin ich fast frei von Symptomen. In besonders schweren Zeiten falle ich aber noch in alte Verhaltensmuster zurück, was aber völlig normal ist. Wenn man seine Emotionen jahrelang über Essen reguliert hat, ist es einfach schwierig, sich davon komplett freizumachen.

Mittlerweile habe ich aber genug Abstand zu der Krankheit, dass ich darüber sprechen kann und ich finde es enorm wichtig, darüber zu sprechen. Leider kehrt unsere Gesellschaft Bulimie noch immer unter den Teppich. Denn psychische Krankheiten gelten nach wie vor als Tabu. Dabei sind gerade Essstörungen ein weit verbreitetes Phänomen. Auch immer mehr Männer sind von Essstörungen betroffen. Ich finde, dass sich das Verständnis der Gesellschaft für diese Krankheit unbedingt ändern muss. Genau deswegen gehe ich so offen mit dem Thema Bulimie an die Öffentlichkeit. Es macht einfach einen Unterschied, ob ich in der Theorie weiß, was diese Krankheit ausmacht oder ob ich jemanden darüber sprechen höre, der selbst davon betroffen ist. So versuche ich im Augenblick auch Schulen zu finden, die daran interessiert sind, mich über dieses Thema sprechen zu lassen. Sei es im Unterricht oder in einem abendfüllenden Vortrag.

„Keine Frau, egal in welcher Position, sollte ihre feminine Seite vergessen, nur weil sie sich gegenüber Männern durchsetzen muss“.

Kera Rachel Cook

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Foto: © Ralph Geiling

Die internationale Modewelt setzt überwiegend noch immer auf „Magermodels“, wie denken Sie persönlich darüber? Zahlt es sich wirklich aus, sein Leben einer vermeintlichen Karriere wegen zu opfern?

Kera Rachel Cook: Keine Karriere der Welt ist es wert, seine Gesundheit dafür zu opfern. Es hat sehr lange gebraucht bis ich das kapiert habe, aber die Karriere ist nicht das wichtigste auf der Welt. Es gibt so viele Dinge, die wichtiger sind. Beispielsweise das körperliche Wohlbefinden. Deswegen gilt für mich: Gesundheit über Karriere.

Selbstbewusste kurvige Frauen, die in Angebot, Auswahl und Verarbeitung von Business-Kostüm, salopper Jeans oder dem berühmten kleinem Schwarzen Pfiff, edle Materialien und letztendlich „Chic“ vermissen, sagen in Internetforen, Modeblogs und auch im spezialisierten Facheinzelhandel, was sie sich wünschen: Tragbares, Bezahlbares und zwar für alle Altersphasen und Situationen.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft. Was denken Sie, wie viel Jahre es noch dauern wird, bis ein natürliches Curvy Model wie Sie international den gleichen finanziellen Stellen- und Sympathiewert – und den gleichen Bekanntheitsgrad erreichen wird, wie ein Size-Zero-Model?

Kera Rachel Cook: Vermutlich liegt vor uns noch ein langer Weg, der nur schwer in Jahren zu messen ist. Kein Mensch kann sagen, wie schnell sich die Einstellung einer Gesellschaft ändert. Es gibt viele Curvy Models, die für Furore sorgen. Auch in der breiten Öffentlichkeit. Kennen Sie Robyn Lawely, Tara Lynn oder Candice Huffine? Die sind mittlerweile richtig gut verdienende, erfolgreiche Models. Trotzdem sind sie noch weit entfernt von dem Stellenwert einer Giselle Bündchen oder Adriana Lima.

Aber ganz ehrlich, warum ist das Interesse für Models, Schauspieler und Sänger so groß? Was ist denn mit den ganzen Menschen, die wirklich etwas bewirken: Mediziner, Umweltaktivisten, Friedensbotschafter? Es gibt einfach Dinge, die so viel wichtiger sind als Aussehen. Und natürlich ist es mir ein Anliegen, die Modebranche weiter zu öffnen und das gesellschaftliche Verständnis zu verändern, aber das ist einfach erst der Anfang. Ich hoffe, dass die Entwicklung nicht nur bei Körperdiversität aufhört.

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Foto: © Ralph Geiling

„Viele Mädchen glauben, sie hätten bereits gewonnen, wenn eine Agentur mit dem heiß ersehnten Vertrag winkt“.

Kera Rachel Cook

Sind Frauen, die im internationalen Musik-, Show oder Filmbusiness bedeutend agieren, und zu ihrer üppigeren Figur stehen, Vorbild. Sind diese Ikonen zur Sensibilisierung für die Akzeptanz von üppig oder „kurvig“ von Vorteil?

Kera Rachel Cook: Prominente Frauen, die nicht dem typischen von den Medien verbreiteten Bild entsprechen und in der Öffentlichkeit zu ihren Rundungen stehen, sind sehr wichtig. Nicht nur für die Plus Size-Szene, sondern für alle Frauen. Ganz einfach weil sie zeigen, dass es mehr gibt als nur dieses eine Ideal. Viele Frauen orientieren sich an Stars, vergleichen sich mit diesen und wenn sie immer nur diesen einen Typ Frau zu sehen bekommen, dem sie rein optisch häufig nicht entsprechen, weil sie von Natur aus eher kurviger gebaut sind, kann das zu hoher Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen führen. Da ist es dann schön zu sehen, wie diese bekannten Persönlichkeiten zu ihren Kurven stehen und sich nicht von der Medienkritik, der sie häufig ausgesetzt sind, verunsichern lassen. Ihnen ist egal, was die Medien zu ihrem Gewicht zu sagen haben. Sie stehen dazu, wer sie sind und wie sie aussehen. Das macht sie zu wunderbaren Vorbildern und Vorreitern für alle Frauen.

„Früher hatte ich enorme Angst zu altern. Mittlerweile bin ich für jedes weitere Lebensjahr dankbar“.

Kera Rachel Cook

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Foto: © Mary Wagner/I love Mary
Links: Denise Roidl Rechts: Kera Rachel Cook

Maßstab für Erfolg und den „Durchbruch“ für Models sind Titelseiten auflagenstarker, renommierter Fachmedien oder Zielgruppentitel. An welchen Indikatoren messen Sie Ihren Erfolg?

Kera Rachel Cook: Als Curvy Model ist es sehr schwer, auf den Titel eines renommierten Magazins zu kommen. Umso schöner ist es dann zu sehen, wenn es doch mal ein Model schafft. Bis dahin ist es vor allem als Curvy Model ein weiter Weg, den man ganz bewusst gehen wollen muss. Man muss es in Kauf nehmen, in eine der Plus Size-Metropolen wie London oder New York zu ziehen, lange Zeit am Existenzminimum zu leben und innigst hoffen, eine Agentur zu finden, die an einen glaubt und im Idealfall ganz weit nach vorne pusht.

Ich bin mir nicht sicher, ob das für mich das Richtige ist. Für mich haben andere Dinge viel mehr Bedeutung. Mir ist es wichtiger, in der Nähe meiner Familie und von Freunden zu sein. Die Modezeitschriften-Cover dieser Welt sind nicht mein Zuhause. Das hat lange gedauert, bis ich mir dessen bewusst wurde.

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Foto: © Jens Bergau

Für mich bedeutet Erfolg, das zu tun, was ich liebe und mir selbst dabei treu zu bleiben. Erfolg bedeutet für mich weiterhin, zufrieden und ausgeglichen zu sein, Menschen zu erreichen und etwas an ihrem Denken zu ändern, damit sie sich selbst wohler fühlen. Berühmtheit, Geld und

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Macht sind so vergängliche Güter. Das ist nicht das, was einen Menschen ausmacht. Vielmehr ist es sein Charakter, seine Taten und sein ganzes Wesen.

„Das war einfach nur Unsicherheit. Ich habe mich hinter dieser Fassade versteckt“.

Kera Rachel Cook

Kera Rachel, gibt es für ein Plus Size-Model, ein Curvy Model wie Sie oder Models generell eine Art Erfolgsbeschleuniger?

Der wichtigste Erfolgsbeschleuniger für jedes Model, ganz egal ob Plus Size oder Straight Size, ist eine Agentur, die dein Potenzial erkennt und dich strategisch vermarktet. Das bedeutet, dass die Agentur einem viele Shootings organisiert, die das Modelbuch aufwerten. Ein professionelles Modelbuch, das dich kreativ und charismatisch präsentiert, ist neben der Figur die Voraussetzung, um als Model bei potenziellen Auftraggebern einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Viele Mädchen glauben, dass man schon gewonnen hat, wenn man überhaupt einen Vertrag bei einer Agentur hat. Das alleine bedeutet noch gar nichts. Die meisten Agenturen haben viel zu viele Mädchen, die sie oft nur unter Vertrag nehmen, um den Kunden zu vermitteln, was für ein breites Spektrum sie abdecken können. Jede Agentur hat aber nur eine handvoll Models, die das große Geld erwirtschaften. Nur wenige No Names haben die Chance, mittelfristig als künftiges, nachfragestarkes Model eingestuft zu werden. Der Rest vergammelt kläglich als Karteileiche. Ständige Selbstbehauptung, Motivation sowie der eiserne Wille, sowohl für dich als auch für die Agentur überdurchschnittliche Leistung zu bringen, zehrt oft an den psychischen Grenzen.

„Die Modeindustrie ist auf Profit und nicht auf ideelle Werte aus“.

Kera Rachel Cook

Ein guter Agent kann jedes Mädchen, das einigermaßen die Voraussetzungen dazu hat, zu einem „Star“ machen. Vorausgesetzt, er hat eine wirkungsvolle Marketingstrategie.. Das beste Beispiel dafür ist Kate Moss. Allein durch ihre Größe hätte sie kein Topmodel werden können. Sie hatte aber die richtigen Agenten, die sie gut vermarktet haben und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Glück ist im Modelbusiness ein weiterer wichtiger Baustein. Wenn die Kunden beschlossen haben, sie brauchen ein dunkelhaariges Model, kannst du dich als Blonde auf den Kopf stellen, sie werden dich trotzdem nicht buchen. Wenn dein Typ gerade nicht gefragt ist, dann ist er nicht gefragt.

Weitere Erfolgsfaktoren sind Durchhaltevermögen, Spaß und Talent, sich jederzeit auf die unterschiedlichsten Menschen, Situationen, Städte und Reisen einzustellen. Klar, enorme Geduld, beim Warten, dass sich karrieremäßig etwas bewegt, gehört auch noch dazu.

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Foto: © Ralph Geiling

„Ich weiß nicht, woran es liegt, aber als Model bist du für viele Menschen gleich viel interessanter“.

Kera Rachel Cook

Stilvoll, typgerecht und kreativ kleiden, statt sich zu verkleiden, gilt gerade im Geschäftsleben als große Herausforderung. Wozu raten Sie Frauen, die zur Plus-Size-Größe neigen.

Angenommen, eine Selbstständige oder Firmeninhaberin, die für Auswahl und Kauf von Garderobe in Übergrößen wenig Erfahrung und wenig Zeit hat, bittet Sie um professionelle Hilfe. Wie würde Ihre professionelle Empfehlung lauten?

Kera Rachel Cook: Das ist schwierig zu pauschalisieren. Ich finde, das wichtigste bei der Kleiderwahl ist, einen passenden Stil, der körperliche Defizite ausgleicht, zu finden. Es ist wichtig, dass man weiß, was für ein Figurtyp man ist, gerade wenn man etwas kurviger ist. Im Groben wird zwischen vier Typen unterscheiden: Sanduhr (üppige Oberweite und Hüften), Birne (schmaler Oberkörper und üppige Hüften), Apfel (Bauchansatz) und V (breite Schultern, viel Oberweite, um die Hüfte aber eher schmaler).

Für jeden Figurtyp gibt es Tipps und Tricks, wie man seine Vorzüge hervorhebt und die Schwachpunkte in den Hintergrund rückt. Man braucht sich als kurvige Frau nicht in Kleidersäcken

verstecken. Man darf ruhig zeigen was man hat, aber eben richtig. Die Kleidung sollte die richtige Größe haben, nicht zu eng und nicht zu weit sein. Viele Frauen tun sich da sehr schwer. Mittlerweile gibt es glücklicherweise viele Online-Stores, die ermöglichen, körperliche Vorzüge hervorzuheben oder eventuelle Figur-Defizite zu kaschieren.

Speziell im Berufsalltag ist es wichtig, dass man eine gute Balance findet zwischen seriös und feminin. Keine Frau, egal in welcher Position, sollte ihre weibliche Seite vergessen, nur weil sie hofft, sich damit Männern gegenüber schneller und überzeugender durchsetzen zu können. Wer in eine erfahrene Einkaufsberatung investiert, die weiß, wo Kleidung in Über- oder Sondergrößen zu finden ist, wird seinem Spiegelbild viel selbstbewusster gegenüber treten.

Über das Thema, wie man sich als kurvige Frau am besten kleidet, ließen sich ganze Bücher schreiben. Ich finde, was Mode anbelangt, gibt es keine in

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Stein gemeißelten Regeln. Der Charakter sollte sich in der Kleidung spiegeln. Übrigens können auch kurvige Frauen Schuhe mit hohen Absätzen tragen. Wirkt das ganze zu steif, zu trendy, geht dabei die Persönlichkeit verloren. Sollte doch einmal ein absoluter Fehlkauf passieren, gibt es beim Betrachten von Bildern im Nachhinein wenigstens etwas zu lachen. Für mich persönlich gilt: „kleiden“, nicht verkleiden.

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Foto: © Sarah Dulay

„Das ist wirklich ein Knochenjob“.

Kera Rachel Cook

Studium, Reisen, Fotoshootings, Gespräche mit der Agentur, die Sie betreut, all das verlangt Konzentration, Selbstbeherrschung und Offenheit gegenüber den unterschiedlichsten Menschen.

Vermutlich sind Sie zumindest beruflich meist von jungen „Hippen“ umgeben. Welche Einstellung haben Sie zum Alter? Durch das Raster Ihrer Branche rutschen die Frauen und Männer, die dem „genormten“ Idealmaß nicht entsprechen. Täglich hören und lesen wir von der Überalterung der Gesellschaft. Umso verwunderlicher, dass die Welt der Mode, der Marken, und vor allem Werbung und Handel die Interessen und Wünsche der Zielgruppe 60plus oft noch ignoriert.

Offensichtlich ist das Älterwerden in Kombination mit dem Gegenteil einer Idealfigur doppelt schlimm. Somit wird das Abweichen von der Figurnorm schnell doppelt schlimm. Arbeiten Sie lieber mit Gleichaltrigen zusammen – und schieben die beruflichen Probleme, die das Älterwerden mit sich bringt, bewusst ins Abseits. Altersmäßig betrachtet erreichen Models sehr früh ein Verfallsdatum. Gilt diese Tendenz auch für Frauen Ihres Schlags?

Kera Rachel Cook: Das Schöne im Plus Size-Bereich ist, dass das Alter keine so große Rolle spielt. Im Straight Size-Business sieht das ganz anders aus. Da ist es sehr wichtig, dass man diesen schlanken, vorpubertären Körper hat, was mit zunehmendem Alter einfach schwer ist. In der Plus Size-Industrie ist es fast hinderlich, wenn man zu jung aussieht, weil das Klientel in der Regel auch ein wenig reifer ist. Die Kunden sollen sich mit den Models identifizieren können.

Ich hatte früher enorme Angst zu altern, mittlerweile bin ich für jedes weitere Lebensjahr dankbar. Das Alter ist nur eine Zahl. Viel wichtiger ist doch, wie man sich fühlt. Fühle ich mich fit und gesund oder fühle ich mich krank und träge? Da ist es egal, ob ich 17, 35 oder 60 Jahre zähle. Wie viele aktive, energetische Menschen gibt es mit 50 und wie viele depressive, ungesunde junge Menschen?

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Foto: © Hans-Juergen Oertelt

Jeder Mensch möchte ein hohes Alter erreichen, aber kaum jemand möchte altern. Das ist einfach paradox, aber eben ein weiterer Auswuchs unserer Ich-muss-ständig-jung-und-perfekt-aussehen-Gesellschaft. Das wichtigste ist, sich so anzunehmen und zu lieben, wie man ist und in Bewegung zu bleiben, sowohl körperlich als auch geistig. Denn Stillstand bedeutet Tod. Jedes Alter hat seine schönen Seiten und die sollte man in vollen Zügen genießen können.

„Man muss es in Kauf nehmen, in eine der Plus-Size Metropolen wie London oder New York zu ziehen, lange Zeit am Existenzminimum zu leben“.

Kera Rachel Cook

Treffen Sie bei Shootings, auf Events oder Castings auch auf Männer, die Herrenkonfektion in Übergrößen präsentieren? Hier wächst das Käuferpotenzial nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch international kontinuierlich. Statistisch betrachtet sind etwa 60 Prozent der Männer in Deutschland übergewichtig. Seit 1999 steigt dieser Anteil in Deutschland rasant.

Schaufenster-Dekorationen, eigenen Erfahrungen aus Einkaufstouren sowie digitalen und gedruckten Katalogen zufolge, wird auch dem Mann diktiert, „sei rappeldürr!“ Gibt es männliche Plus-Size-Models? Und haben Sie ein körperliche Idealbild von einem Mann?

Kera Rachel Cook: Glücklicherweise gibt es tatsächlich auch für Männer im Übergrößenbereich immer mehr Möglichkeiten, wobei da noch viel Luft nach oben ist. Ich habe selbst leider noch nie mit einem männlichen Plus Size-Model zusammengearbeitet, kenne aber einige Herren aus meiner Agentur. Deswegen bin ich sehr erstaunt, was da manchmal schon als Plus Size geführt wird. Aber warum sollte es den Männern besser gehen als uns Frauen?

Mir persönlich ist das Aussehen eines Mannes nicht so wichtig. Gut, das klingt jetzt ganz schön abgedroschen. Entscheidend ist natürlich auch für mich der erste Eindruck, gegen den wir uns alle nicht wehren können. Vermutlich bin ich eine der wenigen Frauen, die nicht auf Sixpacks abfährt. Ich finde es auch bei Männern viel wichtiger, dass sie sich gesund ernähren, Sport treiben, ausgeglichen und zufrieden sind. Das hat auf mich eine viel höhere Anziehungskraft als ein Mann, der täglich exzessiv trainiert und das Leben überhaupt nicht mehr genießen kann. Da stelle ich mir öfters die Frage, wen dieses Pfauen-Gehabe beeindrucken soll. Frage ich solche Fitness-Junkies, weshalb sie sich die ganze Qual antun, höre ich meist: „Weil mir ein trainierter Körper besser gefällt!“ Die wahren Gründe, so meine ich, sind der Versuch, Unsicherheit gegenüber Frauen zu kaschieren. Und natürlich oft auch ein stark übersteigertes Selbstbewusstsein.

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Foto: © Ralph Geiling

„Auch immer mehr Männer sind von Essstörungen betroffen“.

Kera Rachel Cook

Zwei letzte Fragen, Kera Rachel: Gehen Sie davon aus, der Markt ist bereits sensibilisiert genug, um zu erkennen, Kleidergröße 0 geht an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei? Und – können Sie sich vorstellen, weitere Projekte wie das von Denise Roidl initiierte Fotoprojekt „Naturals Beauties“ zu unterstützen?

Kera Rachel Cook: Die Frage ist gar nicht so sehr, ob der Markt erkennt, dass eine Kleidergröße 0 an den Bedürfnissen von Frauen vorbeigeht. Viel wichtiger ist doch die Frage, warum diese absurde Größe überhaupt gesellschaftsfähig werden konnte? Wenn eine 1,50 m große Frau diese Größe trägt oder ein 10-jähriges Mädchen ist das in Ordnung. Aber warum wird eine solche Kleidergröße zum Ideal von Frauen weltweit?

Für die Zukunft wünsche ich mir wirklich sehr, dass die Grenzen zwischen Straight und Plus Size möglichst bald aufgehoben werden. Bis dahin sollten Frauen lernen, wieder mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten, statt sich kramphaft in Richtung „Idealfigur“ zu verbiegen. Ich weiß genau wovon ich spreche. Von Seiten der Fashion-Industrie werden nur Änderungen zu erwarten sein, wenn sich damit Geld verdienen lässt. Schließlich ist diese Branche ausschließich auf Profit ausgerichtet. Zum Glück gibt es auch hier, speziell unter den Nachwuchs-Designern – oder den Weitsichtigen, einige Idealisten. Trotzdem befürchte ich, eine Veränderung im Denken, dass es sinnvoll wäre, künftig nur noch von „Models“ zu sprechen, statt uns in Konfektions-Schubkästen zu stecken, wird noch lange Zeit in Anspruch nehmen.

„Ich finde das wichtigste bei der Kleiderwahl ist, sich selbst treu zu bleiben. Nicht jeder kann alles tragen“.

Kera Rachel Cook

Glücklicherweise gibt es immer mehr Frauen, die dieser Industrie und den Medien den Kampf angesagt haben und dazu beitragen, etwas zu verändern. Ich bin selbst immer auf der Suche nach Projekten, die dazu beisteuern, weil genau diese Projekte etwas bewirken.

Deshalb freue ich mich über jeden, der mich auf meinem Blog Curvy Lady kontaktiert, um mich in meiner Arbeit zu unterstützen, konstruktive Kritik zu üben oder meine Hilfe zu suchen.

Weiterhin viel Erfolg und herzlichen Dank, Kera Rachel, für das äußerst interessante Gespräch.

Außer bei Kera Rachel bedanke ich mich ganz, ganz herzlich bei der Filmemacherin, Bloggerin und Fotografin Mary Wagner. Mary stellte für mich den Kontakt zu Denise Roidl her, die fünf kurvige Frauen, darunter das Curvy-Model Kera Rachel Cook für ihr Fotoprojekt „Naturals Beauties“ gekonnt in Szene setzte.

Mary Wagner, dokumentierte „Naturals Beauties“ als making of. Die Stuttgarterin erzählte mir zum Thema Magerwahn, Models und Modefotografie Interessantes. Das Interview mit Mary Wagner lesen Sie demnächst hier im Blog Mehr Sex im Text. Grund genug, demnächst hier wieder vorbeizuschauen.

Special Thanks, den Fotografen: Sarah Dulay Photography, Ralph Geiling, Thomas Hübner, George Amann Photography, Jens Bergau und Hans-Juergen Oertelt.

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