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Gerhard J. Ernest

von Gerhard J. Ernest | 12.05.2014

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Lecker, lecker, Madame: Von der Kunst des Argumente-Schmiedens

Siegfried, der aus Richard Wagners Geist entsprungene furchtlose Held, schmiedete im abgelegenen Wald aus Trümmern ein eisernes Schwert, das es ihm ermöglichte, seine Argumente todesmutig auszufechten. Heute sind wir dank Hollywood ein gewaltiges Stück weiter: Jedi-Ritter zoffen sich elegant und mindestens genauso wirksam. Ihre Waffe: Lichtschwerter. Sie sehen, das Buhlen um Aufmerksamkeit macht langsam Fortschritte. Das Um-sich-Werfen mit Argumenten ist meines Erachtens nach wie vor eine der (Selbst-)Marketing-Künste, die in medienüberspülten Zeiten über Sieg oder Niederlage, über Ja oder Nein, über Kauf oder Nichtkauf entscheiden. Herrschaften, was bittschön macht ein Argument zugkräftig?

Lustlos und unpräzise Formuliertes treibt Wunschkunden in die Arme Ihrer Konkurrenz

Säbelrasseln zählt mehr denn je zum Überlebenshandwerk! Ob Sie just von Ihrem Scheffe oder Vorgesetzten damit beauftragt wurden, aus der Liste mit Nutzen-Argumenten für B2B-Alpha-Zielgruppen USP-fördernde Kaufargumente abzuleiten, oder als Inhaber einer auf E-Commerce spezialisierten Unternehmensberatung mehrstufige, möglichst streuverlustarme crossmediale Akquisitions-Strategien für einkommensstarke Privat-Personas zu Papier bringen möchten. Folgendes sollten Sie auf jeden Fall beachten:

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• Vermeintliche Argumente wie „Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht der Mensch“ beleidigen die Intelligenz Ihrer potenziellen Kunden. Solche Argumente werden (zu Recht!) in den mentalen Papierkorb als völlig uninteressant katapultiert. Nebenbei, um eine Bleistiftbreite vom Hauptthema dieses Artikels abweichend: Der Begriff „Bemühungen“ riecht stark nach Qual, klingt eigentlich nach Unvermögen, nach Anstrengung. Logisch, Sie würden ganz anders argumentieren. Und dennoch, unüberlegte Argumente, USPs oder wirkungslose Argumentationsketten, besonders im Dialogmarketing, sieht man

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täglich. In allen Medien und Branchen. So meine kritischen Betrachtungen als Texter.

• Totschlag-Argumente, unkreative Gedanken sowie Jahrmarkt-Sprache à la „Billiger werden Sie es weit und breit nirgends bekommen“ oder Seichtes wie „Unser Unternehmen produziert österreichische Qualitäts-Vanillekipferl bereits seit 1898“ assoziiert Ihr Gegenüber wohl eher mit Hilflosigkeit und Unlust. Oder er beginnt ernsthaft daran zu zweifelt, ob Sie persönlich bzw. das Unternehmen, in dessen Auftrag Sie handeln, kompetent genug sind. Blitzt bei Verkaufs- oder sonstigen Pro-Argumenten weder ein dicker Wortstrang Logik noch ein Pfund Emotion, die auf das berühmte Bauchgefühl abzielt, durch, lässt Sie Ihr Wunschkunde oder gar die ganze Zielgruppe über Siegfrieds eingangs erwähnte Klinge springen.

Fade, abgestandene, unlogische Argumente sind leider in den Bereichen Verkauf, Akquisition oder Positionierung oft in der Überzahl. Lesen Sie Selbstdarstellungen in Imagebroschüren oder Websites. Bewerten Sie

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ab heute Geschäftskorrespondenz noch kritischer. Lassen Sie besonders bei Investitiongütern schriftliche Angebote, Verkaufs- und Vertriebsunterlagen in aller Ruhe auf sich wirken. Hören Sie ab sofort noch aufmerksamer zu, will man Sie telefonisch oder in persönlichen Gesprächen auf Messen, Workshops oder bei Präsentationen als Kunde erobern.

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Die ärgerliche Bestrafung – „Hau wech, das Zeugs zieht nicht bei mir/uns“ – folgt meist auf dem Fuß. Springt kein Funke über, der Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung dem Umworbenen begreifbar macht, es nützlich oder als begehrenswerten Luxus erscheinen lässt, ist ein wertvoller Akquisitions-Kontakt vertan. Die Folge: Sie sind gefühlte drei Millionen Lichtjahre von dem gewünschten Return on Investment (ROI) entfernt. Für wen diese alte, aber wichtige Kaufmanns-Erkenntnis gilt? Na, sowohl für alle Herrschaften vor als auch hinter dem Schreib- und Ladentisch. Für Ihr Kundenpotenzial, das vom Smartphone, Laptop oder Monitor entscheiden und kaufen will. Für Sie. Für mich. Sie verstehen?

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Argumente sind zu Suppenwürfelformat verdichtete Beweise

Mensch, Herrschaften, das erinnert fast an drögen Behörden-Sprech, gell? Des Lateinischen nicht mächtig, befragte ich flugs die weise Suchmaschine. Diese wiederum erzählte mir dienstbeflissen, „Argumentum“ sei lateinisch und gleichzusetzen mit Begriffen wie „Darstellung“ oder „Veranschaulichung“. So viel der Ordnung halber fürs Protokoll. In Marketingkreisen erklärt man den Begriff „Nutzen“, quasi den Vater aller wirkungsvollen Argumente, mit Beispielen wie „Frauen wollen keine schicken Schuhe, sondern schöne Beine“ oder „Luxuskarossen gelten als Phallussymbol ihrer Besitzer“. Will sagen, das Schmieden von Argumenten ist eine Kunst. Im Zusammenhang mit Vermarktung von Personen, Unternehmen, Produkten, Dienstleistungen oder Nonprofit-Gedankengut fällt mir gerade Andy Warhol ein. Schließlich vereinigte das Popart-Genie alle diese Überlebenskünste in seiner Person und in seinen Werken. Eines seiner Argumente gefällt mir sehr gut:

„Making money is art, and working is art, and good business the best art.“

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Argumente sind der Kitt für … Hm, wofür eigentlich?

Meine Güte, Sie stehen zeitlich eh ständig unter Strom. Jetzt auch noch diese Frage. Aus Respekt vor Ihrem Tagespensum hier meine Interpretation:

Ein griffiges, überzeugendes Argument ist die Autobahn zu latentem oder tatsächlichem Bedarf sowie zu den (unausgesprochenen) Plänen, Wünschen, Zielen und Träumen Ihrer Neu- oder Bestandskunden, Personas oder Zielgruppen.

Herrschaften, an dieser Stelle verweise ich selbstverständlich auf den altbackenen, aber immer noch gültigen Tipp: Loten Sie beim Entwickeln von Argumenten beim Onlinemarketing, Dialogmarketing, Content-Marketing, Gender-Marketing, Seniorenmarketing, Inbound-Marketing und Keyword-Marketing Folgendes aus:

• Den Grundnutzen, also den technischen, wirtschaftlichen oder monetären Nutzen.

• Den emotionalen, also psychologischen Nutzen.

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Sind Argumente zu hundert Prozent nur Faktenhuberei?

Kürzlich stolperte ich im Internetz über die Seminarbeschreibung einer Akademie. Sinngemäß versucht(e) der Anbieter geneigte Personas als Kunden zu gewinnen. Dessen Argumente empfand ich weder als überzeugend noch als „wunschmachend“:

• Am Anfang der Seminarbeschreibung verwies man massiv auf die Wichtigkeit einer Nutzenargumentation generell, nannte Beispiele, für welche Marketingziele Argumente von besonderer Bedeutung sind. Die Einleitung fand ich noch richtig gut. Bis hierher hätte ich gedanklich den Wortlaut fast abgenickt. Und das will was heißen, Herrschaften.

• Etwa ab der Mitte vermisste ich den wertvollen Hinweis, dass Nutzenargumente überwiegend zwar auf harten, beweisbaren und für den Umworbenen nachvollziehbaren Fakten beruhen sollten, aber dass es auch eine weitere Art von Argumenten gibt. Nämlich solche, die außer Faktenhuberei auf das Bauchgefühl abzielen. Mal Butter bei die Fische: Wenn Sie sich Klamottage, Parfum, ein Auto, Rasierwasser oder die dritte Zweit-Armbanduhr gönnen, hört Ihr Konsumentenkopf dann wirklich nur auf die beinharte Nutzenargumentation, mit der entsprechende Texter und Marketingspezialisten Sie im Auftrag von (Marken-)Herstellern, Vertriebsunternehmen oder Distributoren umgarnen? Kurzes sofortiges Kopfschütteln erwünscht.

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Und, wie erklären Sie sich solch unvernünftiges Verhalten?

Schieben Sie im Falle eines Spontan- oder Will-ich-brauch-ich-kann-nicht-mehr-leben-ohne-Kaufs den Schwarzen Peter der bösen, bösen Damen- oder Herrenkonfektions-Marke, dem gemeinen Blinki-Blinki-Gold einer Schweizer Uhrenfabrik zu? In argen Fällen entscheidet sich so mancher statt eines einparkfreundlichen, im Rahmen des Familienbudgets vertretbaren Kombis aus Prestigegründen dann doch für den höllenschwarzen, echtledergepolsterten, allradgetriebenen Jeep. Klar, vor unwegsamen, durch Erdbeben verschütteten Straßen ist man wirklich nirgends gefeit. So ein Großhirn ist von Besitzgier schnell ausgetrickst. Die Macht von Marken und Marketingstrategien wirkt. Argumente sind weder gut noch hinterlistig, sondern werden im Kopf von Konsumenten oder B2B-Zielgruppen gewichtet. Geht es um Invest- oder Luxusgüter, eine Yacht, mit der Sie Geschäftspartner herumschippern, die überdimensionierte Bürohaus-Immobilie, gilt auch hier die Devise: Neid und Missgunst kann ich mir kaufen. Mitleid bekomme ich geschenkt.

Und die Moral der (Argumente-)Geschichte: Den hundertprozentigen Bedarfskauf, der den nackten Grundnutzen befriedigt, gibt es nicht. Als Leser meines Blogs schlummern vermutlich auch bei Ihnen zwei Konsumenten-Seelen in der Brust:

• Die Mahnende. Aber auch

• eine Leichtfertige.

Was meinen Sie? Gibt’s noch eine Dritte? Die werbepsychologische, für die ich Sie in Ihrer beruflichen oder geschäftlichen Funktion begeistern und gewinnen will? Gelegentlich tappe ich trotz beruflich bedingten besseren Wissens in die eigene Falle.

Lesen Sie bitte diesen Artikel zu Ende, bevor Sie sich zu meinen Gedanken äußern. Niemand soll mir vorwerfen, Sie hätten wesentliche Inspirations-Splitter zum Thema Argumente-Schmieden vorenthalten bekommen.

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Welche Arten von Argumentation gibt es denn?

„Genauigkeit in der Kommunikation ist wichtiger denn je in unserer hektischen Zeit, in der ein falsches oder missverstandenes Wort genauso viel Schaden anrichten kann wie ein planloses Handeln“, so der US-amerikanische Schriftsteller und Zeichner James Thurber. Und das bereits vor rund sechzig Jahren, als das Internetz noch im Ententümpel verborgen war. Die Schlagkraft von Argumenten lässt sich nicht auf richtig oder falsch reduzieren. Deshalb gilt es gründlich zu überlegen, wo, wann und in welcher Form Verkaufsargumente eingesetzt werden sollen. Wesentlich ist auch, ob es sich bei Ihnen um B2B, B2C, eine ein- oder mehrstufige Produkt- oder Verkaufskampagne handelt. Weitere zu unterscheidende Text-Feinheiten sind:

ethische Argumente,

– monothematische Argumente,

– Produktargumente,

– Nutzenargumente,

– bewusste Übertreibung,

– spezifische Argumente, auf die wir Menschen seit der Steinzeit reagieren: Urtriebe wie Sex, Überleben, Lernen, Kampf, Fürsorge, Schaffensdrang usw.

Von wirksamen Argumenten leben wir alle. Deshalb ist Geduld eine der Voraussetzungen beim Entwickeln. Liegt man als Verkäufer verbal daneben, gerät man schnell ins Abseits.

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Was braucht’s zum Argumente-Schmieden?

Ob Sie ein Bewerber-Anforderungsprofil für Stellenanzeigen mit Sätzen wie „Entwicklung und Aktualisierung von Produktinformationen/Argumentationen und deren Umsetzung in Medien, Verkaufsstrategien und Seminaren“ formulieren oder für eine Couponanzeige den verbalen Köder „Höchster Weingenuss. Direkt aus der Natur“ (übrigens O-Ton – trifft doch wohl weltweit auf alle Weine zu, oder?) auslegen. Wer schlüssige Kaufanreize für Endverbraucher, Entscheider-Impulse bei Key-Account-Zielgruppen schmieden will, braucht außer Fachwissen, Kreativität, Wortwitz, Sprachgefühl und einer tellergroßen Portion Werbepsychologie meines Erachtens auch weitere Eigenschaften. Nennenswerte Beispiele sind:

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• Gesunder Menschenverstand: Im Laufe meiner dreißigjährigen Berufserfahrung ist mir viel gedruckter, audiovisueller und digitaler Argumente-Käse untergekommen. Logisch, auch ich schreibe, texte und konzipiere nicht ständig das Allergelbeste vom Ei. Herrschaften, allerdings weiß ich meinen Papierkorb sehr wohl zu nutzen. Meine Filter zur Messung von Werbewirkung und Akzeptanz heißen:

• Glaubwürdigkeit. Achten Sie mal auf Argumente, die Ihnen im Alltag beim Einkaufen in Discountern begegnen. In einem Drogeriefachmarkt sprang mir kürzlich kurz vor der Kasse eine Riesenpalette mit Duschgel direkt ins Auge. Direkt, weil ich mir ja immer so meine Gedanken mache, über „Argumente“, die ich sehe, lese, per Post erhalte, um nur einige Kanäle aufzuführen. Das besagte Duschgel im schicken Schwarz wollte mir glatt weismachen, es handle sich hier um eine „LIMITED EDITION“. Aha. Deswegen der Riesenstapel. Deswegen wohl der Einführungspreis. Auf der Rückseite konnte ich noch lesen „… verwöhnen Sie Ihre Sinne“. Bei dieser Verkaufsargumentation? Mit dieser popeligen, unglaubhaften Aufmachung?

• Größtmögliche Affinität zu Präferenz und Nutzen der Zielgruppe oder der Personas. Erwähnte ich bereits, dass Sie beim Argumente-Schmieden auch die Text-/Bild-Wirkung einbeziehen sollten? Beispiel: In einem bekannten Magazin sagt mir eine ganzseitige Anzeige: „Der erste Bürostuhl für entspanntes Bewegungssitzen.“ Vorne der Stuhl, im Hintergrund eine junge Frau, die dynamisch umherwirbelt. Jetzt frag’ ich mich, gilt Bewegungssitzen als neue Sportdisziplin? Und: Werde ich zum Wirbelwind, wenn ich mir solch einen Stuhl leiste? Schlüsselbotschaften sollten sich nach meiner Auffassung sowohl im Bild als auch im Text widerspiegeln. Die Zielgruppe sind, soweit ich es interpretiere, Designbewusste, die auf Gesundheit achten. Die Argumente verfehlten bei mir die nötige Wirkung.

• Feingefühl bei der Entwicklung der passenden Tonalität für unterschiedliche Zielgruppen. Hier besonders soziodemographische Aspekte. Aber auch das Ziehen sämtlicher Sprachregister. Beispielsweise Dialekt und landesbedingte Ausdrucksweisen wie in Österreich sowie der Schweiz üblich bzw. erforderlich.

• Ehrlichkeit. Gangsta lauern überall! Kennense die Story des Films „The Wolf of Wall Street“? Der Film ruft schillernd ins Gedächtnis, was passiert, wenn man es mit dem Nutzen – und vor allem der Wahrheit von Verkaufsargumenten – nicht so genau nimmt. Erzählt wird das Leben eines Investmentbankers, der mit „kreativer“ Argumentation ein Vermögen scheffelte. Das Ende? Gefängnis.

• Emotion. Wie schon erwähnt. Sinnvoll und zugkräftig beim Argumente-Schmieden können auch weiche Faktoren sein, die auf Status, Selbstbewusstsein, Schickimicki-Bussibussi-Gehabe, Luxusdenken usw. abzielen. Wohlgemerkt, oft sind es aber auch die kleinen Freuden des Lebens, die Sie als Argument nutzen können. So fühlte ich mich als stiller Beobachter von einer Stellenanzeige gleich verstanden – und auch vom folgenden Arbeitgeber-Argument sofort angesprochen:

„Ein gutes Glas Wein gehört zu Ihrem Leben genauso dazu wie gutes Essen und wenn Sie schon einmal Marketing für Wein gemacht haben, dann umso besser.“ Trifft bei mir alles zu! Kennen Sie solche – oder ähnlich klingende – Offerten? Anruf oder E-Mail erwünscht!

• Überzeugungskraft. Fast nach Fertigstellung dieses Artikels erhielt ich wieder mal eine der üblichen XING-Anfragen, die mich amüsierte. Bin ja viel gewohnt, was so mancher vermeintliche Netzwerkpartner als Argument zur „Kontakt-Bestätigung“ anführt. Was halten Sie von diesem Mörderargument?

„Sehr geehrter Herr Ernest, wie ich in Ihrem Profil lese, interessieren Sie sich auch für neue Kunden. Von denen kann man ja in der heutigen Zeit nicht genug haben, oder? Darf

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ich Ihnen einen seriösen Platz in meinem Netzwerk mit über 5.000 Mitgliedern anbieten und Sie um Kontaktfreigabe bitten? Vielleicht kann ich Sie ja mal direkt in meinem Netzwerk empfehlen. Eventuell ist es aber auch nur der eine oder andere nützliche Tipp, der Ihnen weiterhilft. Für mich besteht Networking eher aus Geben, statt nur zu nehmen Beste Grüße, Blablabla …“

Großer Schenkelklopfer, gell. Herrschaften, das war live. Leider. Um Kreativität nicht verlegen. Aber solch eine Argumentationskette entspringt meinem Hirn hoffentlich nie. Wohl überflüssig zu erwähnen, dass der besagte Anfragende auf mich verzichten muss. Bin mir sicher, er findet schon bald weitere 5.000 Kontaktwillige. (Fragen Sie sich gelegentlich auch, was wohl im Kopf solch eines Schreibers vorgeht? Herrschaften, das wäre doch mal ein sehr interessantes Thema.)

• Talent, sich möglichst rasch auf die unterschiedlichsten Menschen, Branchen, Zielgruppen, Lebens- und Bedarfsphasen, Bildungsniveaus usw. einzustellen.

• Effizienz. Ein regionales Autohaus beglückte mich mit einem gut gemachten Mailing-Package. Imageprospekt, Begleitbrief, Versandhülle – alles edelst. Offensichtlich auch nach haptischen Aspekten konzipiert. Und doch: Werbewirkung verfehlt! Autos sind für mich schlicht uninteressant. Ein Telefonat – und der Absender hätte Geld gespart. Vermutlich folgen Nachfassaktionen. Wieder ohne zu fragen, ob mich Autos (dieser Art) interessieren. Hier auf Impulskauf zu setzen … bei dieser Preislage … völlig absurd. Doch schnell zur Argumentation im Werbebrief. Als Dialogmarketer scanne ich auch offensichtlich perfekt gestylte Werbung ständig. Und werde meist fündig. So las ich im Werbebrief:

„Diese Broschüre zeigt Ihnen ultra Technologien (keine Ahnung, was das sein soll!), die im Verborgenen wirken.“ Brav blätterte ich weiter. Und konnte beim besten Willen nix Verborgenes finden. Der schlimmste Fehler beim Versenden dieses Mailings an mich:

Es handelte sich um ein Leasingangebot. Käme schon mal gar nicht in die Tüte. Peng. Luxuriös aufgemacht. Auch perfekt getextet. Und dennoch, solche Angebote sprechen bei mir weder einen Grundnutzen noch Wunschdenken noch irgendwelche Emotionen an, welche die Absender derartig edler Dialogmarketing-Glanzlichter wohl voraussetzen. Vermutlich bin ich kein Einzelfall.

Mut. Und zwar den Mut, aus der Marketing-Herde auszubrechen. Damit meine ich, es kann sich durchaus relativ schnell amortisieren, sich einzugestehen: Uns gelingt keine tragende Argumentations-Entwicklung. Wir sind fit im Herstellen von Teakholz-Winterzahnstochern, sind aber weder Marketingspezialisten noch professionelle Texter. Verzweifeln wäre in diesem Fall die falsche Reaktion. Sie wissen, wo Sie mich finden können!

• Ganz, ganz wichtig, wenn Ihre Argumente, Argumentationsketten für Dialogmarketing oder mehrstufige Akquisition überdurchschnittlich erfolgreich sein sollen: Freude im Aneinanderreihen von Buchstaben. Fehlt dieser letzte Aspekt, geht der Schuss meist nach hinten los. Die Folgen sind Verärgerung, Nichtkauf, Frust. Wohlgemerkt, beim Teuersten, das Marketer hätscheln sollten: bei Käufern, Investoren, Geschäftspartnern.

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Lecker, lecker, Madame: Was hat’s damit auf sich?

Die Auflösung der Schlagzeile habe ich mir heute bis zum Artikelende aufgehoben. Über die Werbewirkung von Argumenten sowie deren werbepsychologische Aspekte gäbe es noch stundenlang zu erzählen. Über USP, ROI, Keywords und all das sollten Sie im Zusammenhang mit dem Schmieden von Argumenten nachlesen. So Sie Bedarf haben. Logisch, Sie können firmenintern oder auch in Zusammenarbeit mit einer/Ihrer Agentur treffend fabulieren. Hätte ich glatt vergessen: Einen freien, fachkundigen Texter können Sie auch buchen.

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Ein Impuls zum Abschluss: Buchen Sie eine Reise in den Orient. Jeder, der sein Brot als Unternehmer, Führungskraft, Selbstständiger oder in Marketing, Verkauf, Vertrieb erdient, sollte sich mindestens einmal jährlich durch enge Gasse schlängeln. Fremde Düfte, Sprachgewirr, unterschiedliche Menschen, Tiere, um nur einige exotische Eindrücke zu nennen, die hier auf Menschen einprasseln. Übertragen auf den Markt, den Sie abdecken, oder das berufliche Umfeld, in dem Sie sich bewegen, gibt es hier viele Übereinstimmungen rund um Angebot und Nachfrage.

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Kürzlich, in einem kleinem Dorf Kappadokiens (Zentralanatolien), abseits der großen Touristenströme wurde ich zum Teil dieser Szene. Beim Bummeln durch örtliche Basargassen, umzingelt von einer Reisegruppe, sah ich ein kleines Mädchen, das ich im Nachhinein als Verkaufsgenie einstufe. Die Kleine stand selbstbewusst vor ihrem Orangenstand, quetschte auf einer Fruchtpresse Orangensaft aus – und füllte kleine Gläser mit ihrer Ware. Anschließend füllte sie ein Blechtablett, stürmte eine Gruppe älterer Frauen, die offensichtlich „nur schauen“ wollten – und eroberte deren Herzen mit den Worten

„Lecker, lecker, Madame.“

Leider war die Kleine umringt von Händlerkollegen, die ebenfalls türkische Bananen, getrocknete Feigen und auch Orangen anboten. Sie ahnen vermutlich, wer in dieser Runde das größte Geschäft machte: natürlich die clevere kleine Strategin, die als Verkaufsargument „Lecker, lecker“ abspulte.

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So kam es, dass der kleine Stand plötzlich von Menschen umzingelt wurde, die sich entweder gleich mit frisch gepressten Orangensaft erfrischten oder der Kleinen eine Tüte Orangen abkauften. Als Sahnehäubchen dieser „Verkaufe“ empfand ich übrigens die, verglichen mit ihren Händlerkollegen, freche Warenpräsentation. Die hinter der altertümlichen Saftpresse fein säuberlich aufgestapelten Orangen waren nämlich alle mit einem Smiley versehen.

Mein Resumee zu dieser Aktion: Emotion in Wort, Präsentation, Verkaufsrhetorik und die Chuzpe bewusst anders aufzutreten als der Mitbewerb, schaffen in vielen Fällen Alleinstellungsmerkmale, Sympathie und wecken Kaufwünsche.

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Sie haben aktuell weder Bedarf, noch Zeit? Was halten Sie davon, sich gleich einem meiner Social Media Kanäle einzuverleiben? Über Ihre Newsletter-Anmeldung und/ oder den Klick auf den RSS-Feed oben rechts freue ich mich natürlich genauso. Herzlichen Dank für die Zeit, die Sie diesem Artikel „Lecker, lecker Madame: Von der Kunst des Argumente-Schmiedens“ widmeten.

Wer weiß, vielleicht geraten Sie demnächst in Argumentationsnot. Gerne würde ich Sie beraten und abgestimmt auf Ihren Bedarf wirksame Argumente entwickeln. Für Akquisition, Verkauf, Selbstvermarktung, oder, oder. Sollte es dabei zufällig um die Vermarktung von Whisky gehen, hier vorab eines meiner Lieblings-Argumente:

„Trage immer eine kleine Flasche Whisky bei dir, für den Fall eines Schlangenbisses. Außerdem trage immer eine kleine Schlange bei dir.“ Von wem diese Betrachtung stammt? Leider nicht von mir, sondern von W. C. Fields, einem amerikanischen Unterhaltungskünstler.

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