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Gerhard J. Ernest

von Gerhard J. Ernest | 03.01.2014

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Neue Helden braucht das Land …?

Lebenslange Krankheit, betrogen vom Ehemann, Verzweiflung, trotz enormen Talents. So die Tragödie der Frida Kahlo. War die mexikanische Malerin deswegen eine Heldin? Gilt Alexander der Große, der sich in kurzer Zeit durch clevere Militärstrategien vom Kleinstaaten-Herrscher zum kontinentalen Gebieter katapultierte, zu Recht als Held? Passt das Wort überhaupt noch in unseren Alltag?

Helden 2014. Brauchen wir welche?

„Ich finde es gut, wenn der Begriff neu definiert und neu mit Leben gefüllt wird, wenn wir die Deutungshoheit für bestimmte Begriffe bzw. Wörter zurückerobern.“ Am vorletzten Tag des 2013er-Jahres brachte mich das Frühaufstehen wieder mal ins kreative Themengrübeln. Obwohl ich erst seit knapp 30 Tagen diesen Blog betreibe, dachte ich zwischen frühmorgendlichem Kaffee und dem obligatorischen Check im weltweiten Wunder-Web weder über Blogger-Relations noch über ein heldenhaftes Jahresende 2013 nach. Den einleitenden Satz klaute ich übrigens bei Thomas Mampel, dem Initiator der Blogparade „Neue Helden braucht das Land …?“. Helden im klassischen Sinn sind mir überwiegend nur aus Büchern, Kinofilmen und aus zeithistorischer Sicht bekannt.

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Bestimmt haben auch Sie einige Personen in Ihrer Familie oder Ihrem privaten und beruflichen Umfeld, die für außergewöhnliche sowie herausragende Leistungen zumindest einen symbolischen Orden verdient haben. Würde ich Ihnen hier kriegs- oder altersbedingte Schicksale meiner Altvorderen auftischen, wäre das für Sie weder nachvollziehbar noch repräsentativ. Bevor ich mich knietief in das Thema verbeiße, sollten wir beide uns ins Gedächtnis rufen, was

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die Literatur und Wissensportale unter dem Begriff „Held“ verstehen. Thomas Mampel fragt provokant …

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Was macht einen Helden zum Helden?

Vermutlich geht es Ihnen wie mir. Im Alltag oder beim Konsumieren diverser Print- und Internetangebote trifft man auf Begriffe wie „überdurchschnittlich gut“, „mutig“ oder „tapfer“ relativ häufig. Schließlich leben und agieren wir im Zeitalter der Übertreibung. Das Neu-Deuten des sprachhistorisch überlieferten Wortes „Held“ empfinde ich somit als berechtigt. Im Folgenden interpretiere ich den althochdeutschen Begriff helido, also „Held“, aus meinem privaten, aber auch aus dem beruflichen Blickwinkel.

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Im europäischen „Universal-Lexicon“ des 18. Jahrhunderts, das von Johann Heinrich Zedler herausgegeben wurde, ist zu lesen:

„Held, lat. Heros, ist einer der von Natur mit einer ansehnlichen Gestalt und ausnehmender Leibesstärcke begabet, durch tapfere Thaten Ruhm erlanget, und sich über den gemeinen Stand derer Menschen erhoben.“

Sind Sie damit einverstanden, wenn wir uns weiteres Herumstochern in leicht vergilbten Buchstaben sparen? Schön, dann erzähle ich Ihnen, was mir zum Blogparaden-Thema „Neue Helden braucht das Land …?“ so aus den Fingern fließt. Thomas Mampel, Unternehmer, Sozialarbeiter und Social Entrepreneur fragt sich weiterhin …

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Wer bestimmt, wann man offiziell ein Held ist?

Herrschaften, als Mitglieder der Nobelpreis- oder Oscar-Kommission würden Sie, weitere Entscheider und ich vermutlich in geheimer Wahl abstimmen, wer sich in unseren Augen des Wortprädikats „Held“ verdient gemacht hat. Logisch, dass es hier auch um Heldinnen geht. Entsprechende Anforderungen der beiden genannten Komitees lassen wir hier gleich unter den Tisch fallen. Sind hier doch die ureigenen Sichtweisen über das Heldentum 2014 gefragt. So what!?

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Jetzt kommt Ihr Einsatz. Das Internetz ist ja ein Dialogmedium. Nützt ja nix, wenn ich in diesem Blogparaden-Beitrag hier nur oben reinspreche – und Sie sich aus dem Heldentum unrühmlich heraushalten.

Sind Sie mit dem Lesen dieses Beitrags fertig, schreiben Sie bitte unverblümt, wen Sie persönlich als Heldin oder Held erachten. Ob es sich um eine historische, eine fiktive Person, bekannt aus Literatur, Zeitgeschichte, Musical, Film oder Theater handelt – geben Sie bitte Ihren Senf dazu. Mensch, vielleicht sind Sie sogar selbst (schon) ein Held?

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Interessiert es Sie, was der Bestsellerautor Johannes Mario Simmel über das Heldentum philosophierte? „In den kleinen Geschichten der kleinen Leute spiegelt sich der Geist der Zeiten klarer wider als in den großen Geschichten der heroischen Helden.“

Also ich lasse mir Helden weder ins Hirn noch auf ein Blatt oder in die Tastatur diktieren. Wie bestimmt auch Sie, entscheide ich selbst, wer für mich als Heldin oder Held gilt.

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Wo lauern uns die verstaubten Helden auf?

Bevor ich gleich auf möglicherweise lebende vermeintliche Übermenschen eingehe, spiegle ich einige Orte, Umstände und Medien, die mir in diesem Zusammenhang einfallen.

• Geschichtsunterricht, Internet, Fernsehen und dicke Papierwälzer. Attila, König des Kriegsverbandes der Hunnen, Madame de Pompadour, Mätresse des Sonnenkönigs, die am französischen Hofe intrigierte, Cornelius Vanderbilt, ehemals erfolgreichster und reichster Unternehmer der Vereinigten Staaten. Aufgrund seines Engagements und „Heldentums“ galt Vanderbilt als „Schiffs- und Eisenbahnkönig“. Vielleicht stellen Sie in die historische Heldenabteilung eher Bayerns geliebten „Kini“, Ludwig II.? Auch Thomas Mampel resümiert im Aufruf seiner Blogparade, er assoziiere Heldentum überwiegend mit seiner Schulzeit. Er schreibt: „Das waren tapfere Männer (seltener Frauen …?).“ Deshalb hier noch (m)ein Vorschlag, Margaretha Geertruida Zelle, besser bekannt als Mata Hari, als Heldin zu erachten. Schließlich erlangte die niederländische Tänzerin zu Zeiten des Ersten Weltkriegs internationalen „Ruhm“.

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• Schätzen Sie wie ich Theater-, Musical oder Celluloid-Dramen, deren Protagonisten am Ende der Vorstellung Hoffnung, ewigliche Hoffnung, wahlweise glanzvollen Untergang spendieren? Denken Sie bloß mal an König Löwenherz, König von England, dessen Krieger Sherwood Forest unsicher machten. Als Tierfreund frage ich Sie, kennen Sie aus Ihrer Kindheit vielleicht noch die Langhaarcollie Lassie, den dressierten Delphin Flipper oder das Pferd der gleichnamigen Fernsehserie Fury? Herrschaften, das waren für mich als Kind die wahren Helden. Ob Mensch, ob Tier, verherrlicht habe ich diese zu 99,9 Prozent fiktiven mutigen Überwesen nie. Und doch prägten sie alle miteinander eine unvergessliche Zeit: meine Kindheit. Geläutert und gereift, beileibe nicht abgeklärt, sage ich Ihnen: Auf diese früheren Helden möchte ich rückblickend verzichten. Will sagen, an heutige Helden stelle ich ganz besondere Anforderungen. Helden 2014 und Helden in folgenden Jahren verknüpfe ich mit Lebensphasen. Darüber gleich mehr. Schnell vorher noch zwei weitere Chancen, meines Erachtens längst verstaubten Helden zu begegnen.

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Deshalb diese Fragen:

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• Beglücken Sie ab und an Museen, Ausstellungen und Schlösser durch Ihre Anwesenheit? Goldgerahmte Ölschinken, meist überdimensional große Skulpturen oder Exponate, die uns vermeintliche Helden quer durch alle Jahrhunderte hinterlassen haben, stehen dort zuhauf. Der Generation der Kriegsdienstverweiger zugehörig, stark den Künsten zugetan, bitte ich in Sachen Heldentum kurz an Musik, Malerei, Fotografie, Bildhauerei & Co. zu denken. Wo wären wir heute in lesefaulen, dafür stark wachsend bildlastigen Zeiten ohne die Macht der Bilder? Ohne Fotografie? Ohne Film? Louis Jacques Mandè Daguerre gilt kulturhistorisch betrachtet als Entdecker der Fotografie. Der Italiener Michelangelo revolutionierte bereits in der Hochrenaissance Architektur, Malerei und Bildhauerei. Wo wären wir ohne Johannes Gutenberg, den Erfinder des Buchdrucks? Die Veröffentlichung dieses Beitrags innerhalb der Blogparade zum Thema „Neue Helden braucht das Land …?“ wäre ohne die Vorleistung eines außergewöhnlichen Machers wie Konrad Ernst Otto Zuse, der als Erfinder des mechanischen Gehirns gilt, vor dem Sie gerade sitzen, unmöglich.

Sie sehen, Heldentum 2014 ist mit alten Heldenklischees unvereinbar. Heldentum lässt sich außer in einer Ladung treffwilliger Kanonenkugeln auch in Pinselstrichen, Erfindergenialität und Bytes messen. Es kommt immer auf die persönliche Perspektive an, so meine Auffassung. Aber lesen Sie bitte gleich weiter …

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• Bringt Sie das Flanieren auf kiesknirschenden, kilometerlangen, buchsbaumheckengepflegten Parkwegen in Wallung? Glückwunsch! Hier werden Sie gelegentlich kühle Granit- und Marmorsockel antreffen, die seit Jahrhunderten liebreizende und grazile Heldinnen oder stolz wie Bolle gemeißelte Recken würdevoll und geduldig tragen. Wer weiß, vielleicht sind solche heroischen Heldenposen auch nur auf künstlerisch angehauchten Gigantismus derer Untertanen zurückzuführen? Heute gelten für mich (!) in Sachen Heldenbewertung ganz, ganz andere Maßstäbe. Besonders mit fortschreitenden Lenzen.

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Darf ein Held auch tragisch sein?

Herrschaften, im Sinne früherer bürgerlicher Auffassungen von Unterhaltungskunst des 16. Jahrhunderts prägte sich der Begriff Commedia dell’arte ein. Gemeint ist damit die Zurschaustellung gegensätzlicher Charaktere wie „komisch“ und „tragisch“. Oder „gut“ und „böse“. Hach, ja! Sie merken es, Geschichten – und das honorargetriebene Fabulieren sind meine Welt. Mangels Unterhaltungskünstlern wie Lady Gaga oder fatal einfach gestrickter Scripted-Reality-Shows schlug das gemeine Volk damals seine Zeit mit Spaßmachern wie Arlekino, dem Harlekin, der tragischen bettlägerigen „Alten“ und symbolhaft für honorig dickbauchige Personen um die Ohren. Vorher, nachher, zwischendrin werden Sie sich an tragische Helden wie Don Camillo und Peppone, Don Quichotte, den landadeligen Ritter samt Pferd Rosinante erinnern. Nicht zu vergessen dessen eselreitender Erfüllungsgehilfe Sancho Panza. Langer Vorspann. Musste sein! Fragen Sie mich, ob es tragische Helden geben darf, antworte ich Ihnen unverblümt:

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• In der Unterhaltungskunst geben sich viele unbewusst, vielleicht auch unfreiwillig tragisch. Tragisch!

• In der Politik sollte sich so manche Persona das Spielen und die Tragweite der komischen Rolle selbst eingestehen.

Sie denken jetzt bestimmt, warum erzählt der das? Hier geht es doch um Helden. Stimmt! Denken Sie bitte mal kurz darüber nach. Heutige Troubadoure stufen sich meist als Helden ein – und werden dementsprechend vermarktet. Was im alten Rom eine Kampfarena war, gilt heute meist als Podium der Unterhaltungskunst. Für die dafür Zahlenden oft mit tragisch intellektuellem Ende.

Was unsere verordneten – oder gewählten – Regenten betrifft: Deren Heldentum müssen Menschen wie Sie und ich ausbaden. Tragisch!

• Im klassischen Theater, also in den Tempeln moderner Zerstreuungskunst 2014, bitte ich weiterhin um tragische Helden. In voller Bandbreite. Hoffentlich.

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Gibt es Helden im Sinne des Gemeinwohls?

Herrschaften, davon gibt es weltweit im Verborgenen Heerscharen. Zum Glück für uns. In vielen Fällen oft zum Pech der Agierenden. Naturkatastrophen, Unfälle jeder Art, Schicksale, die Menschen jeder Nation, jeden Alters, aber auch Tiere betreffen, nehme ich oft gar nicht mehr wahr. Wie denn auch? Schließlich dringt die tägliche Tragik, die einzelne Mitmenschen oder Geschöpfe erdulden, erleiden oder gar mit ihrem Tode bezahlen müssen, fast nicht mehr durch. Die gute Nachricht: Zu unser aller Glück gibt es weltweit sehr viele Menschen, die helfen, ohne auf Orden, Bekanntheitsgrad oder Geld zu schielen. Sie helfen selbstlos. Sie wissen, darüber ließe sich noch viel Erschütterndes und Tragisches – aber auch Hoffnungmachendes

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erzählen.

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Solche „Rollen“ kann, darf und sollte jeder von uns spielen. Wenn sich der Bedarf ergibt. Offene Augen, Gespür und Menschlichkeit führen schnurstracks zum Heldentum verborgener Art. Gesprochen wird meist nur über die bekanntesten Helden. Wie über Red Adair, den legendären US-amerikanischen Feuerwehrmann, oder Mutter Theresa. Leider.

Mich persönlich freuen Meldungen, die vielen unspektakulär scheinen. Beispielsweise die Rettung eines blinden Hundes, der von einem Feuerwehrmann aus einem Fluss vor dem Ertrinken gerettet

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wurde. Heldenhaft! Ihm zolle ich meinen aufrichtigen Respekt. Die entsprechende Nachricht, die mich auf dieses Geschehen aufmerksam machte, endet übrigens mit der Bemerkung: „Gesten, die die Welt verändern.“ Solche Helden braucht die Welt. Solche Helden wünschen wir uns vermutlich alle.

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Kann man seinen Heldenstatus wieder verlieren?

Interessante Frage, die Thomas Mampel im Aufruf zur Blogparade „Neue Helden braucht das Land …?“ aufgeworfen hat. Lässt sich nicht verpauschalisieren. Meine ich. Wer – überspitzt formuliert – Götterähnliches, Übermenschliches, Mutiges, vielleicht sogar Selbstverleugnendes getan hat, ist und bleibt ein Held. Hiermit meine ich die Menschen des 21. Jahrhunderts. Vor vielen Personen, die vor meiner Geburt lebten und Großes vollbrachten, habe ich großen Respekt. Aber Helden, bitte schön, die will ich als niedriger Erdling selbst einstufen. Alles andere schätze ich nur. Oder profitiere von Leistungen, die vor meiner Zeit entstanden sind – oder getan wurden. Sie verstehen?

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Wird der Begriff „Held“ inflationär verwendet?

Oft, ja wirklich, stelle ich mir die Frage: Drückt dieses Wort das aus, was ich sagen will? Oder: Darf ich dieses Wort überhaupt einsetzen? Weiterhin: Ist die Verwendung dieses oder jenes Wortes überhaupt noch zeitgemäß? Im Hinblick auf das Thema bin ich der Meinung: JA, der Begriff wird inflationär eingesetzt. Wir alle gehen viel zu sorglos mit Worten um. Ob privat oder beruflich. Die Folge? Wörter büßen ihre ursprüngliche Bedeutung ein. Leider können wir in Sachen Sprachgebrauch nicht mehr zurückrudern. Oder haben Sie etwa eine sofort umsetzbare Idee? Ich wäre ganz Ohr.

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Haben große Begriffe wie „Held“ lebenslang die gleiche Bedeutung?

NEIN. Jedenfalls nicht für mich. Insgeheim ertappe ich mich immer öfter dabei, dass beim Texten, Konzipieren und Schreiben die aktuelle Lebensphase eine bedeutende Rolle spielt. Auch die mentale Situation, in der ich mich befinde, ist für eine treffende und ausgewogene Wortwahl entscheidend. Rückblickend stelle ich fest, dass mir noch zur Glanzzeit der Beatles, später zu Zeiten von Janis Joplin oder Tina Turner vieles unbedachter auf das Papier träufelte. Reifen heißt gründlich abwägen. Für den Umgang und die Deutung von Sprache, die Thomas Mampel anregte, heißt das: Den Begriff „Held“ setze ich nur ein, wenn ich davon überzeugt bin, es handelt sich um eine adäquate lebende Person.

Ist „Held“ als Begriff noch zeitgemäß?

Herrschaften, wie meine grauen Zellen zum Begriff „Held“ so ticken, habe ich ziemlich ausführlich be- und auch geschrieben. Persönlich kenne ich weder eine Heldin noch einen Helden. Wir Menschen haben zum Glück die Eigenschaft, wenn’s eng wird, zur Höchstform aufzulaufen. Habe ich auch schon persönlich erlebt. Und Sie?

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NEIN, es braucht keine Helden. Es braucht wieder mehr Menschen. Ralph Waldo Emerson, US-amerikanischer Philosoph und Essayist, hatte eine Einstellung, die mir sympathisch scheint: „Jeder Held wird auf Dauer langweilig.“

Wie denken Sie darüber?

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