Ideenfutter

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Gerhard J. Ernest

von Gerhard J. Ernest | 10.11.2013

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Storytelling-Crashkurs (Teil 2): Ideen und Impulse

Storytelling: Wo finde ich Ideen zur Entwicklung einer tragfähigen Geschichte?

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Audiovisuelle Medien: Ich stamme ja noch aus der Zeit, in der man sich in Videotheken mit einem Sechserpack VHS-Kassetten für das Wochenende eindeckte. Ganz ehrlich, mein Ding war das nie. Will man sich wie Sie für das Geschichtenerzählen wappnen (würden Sie meine Worte sonst lesen?), empfehle ich Ihnen alle Quellen anzapfen, die dafür Impulse oder Ideen liefern können. Besonders dann, wenn zwischen Marketingbudget und Umsatzerwartung eine Lücke klafft.

Angenommen, Sie sind Inhaber eines auf Berg- und Wanderkleidung spezialisierten Einzelhandelsfachgeschäftes, das regional messbar mehr Aufmerksamkeit erreichen möchte. Sie könnten sich eine DVD, die lebensgefährliche Situationen eines bekannten Polarforschers erzählt, ausleihen. In diesem Fall würde sich Roald Amundsen eignen. Der norwegische Polarforscher fasziniert noch heute durch überlieferte Erinnerungen wie: „Seit meiner Kindheit träume ich davon, den Nordpol zu erreichen,

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nun stehe ich auf dem Südpol.” Oder: “ Es gibt viele Menschen, welche glauben, dass eine Polarexpedition nur unnützer Verlust an Geld und Leben ist. Mit dem Begriff Polarexpedition verbinden sie in der Regel einen Gedanken an einen Rekord, zum Polpunkt oder am weitesten gegen Norden zu kommen, und in diesem Falle muss ich mich einig mit ihnen erklären.”

Welche Impulse eine Dokumentation über das Leben des 1928 verschollenen Polarhelden brächten? Sie könnten durch die tragische Geschichte elegant auf die Notwendigkeit sturm- und wetterfester Bekleidung verweisen. Sie könnten „todbringende“ Minusgrade, erschöpfte Schlittenhunde und sinkende Nahrungsvorräte in Ihre Geschichte einbauen. Übrigens: Als Vermittler von Segelcharter-Reisen könnte Amundsen für Sie als Storytelling-Vorbild dienen. Schließlich gibt es den gleichnamigen Großsegler, auf dem man sich als Smutje, Maschinist oder Bootsmann ausbilden lassen kann. Sie merken es schon, das wäre wieder eine ganz andere, berichtenswerte Geschichte. Was zeigt, auch Ihre „Welt“ ist gespickt mit erzählenswerten Stories. Was hält Sie ab, gleich heute Ihre personen-, produkt- oder unternehmensspezifischen Marketingziele in einer Story zu verdichten?

Storytelling: Wo und wie finde ich Impulse zum Geschichtenschmieden?

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Apps: Ungeachtet, ob Sie digitale oder gedruckte Medien bevorzugen. Ungeachtet dessen, ob Sie bereits professionell Content Marketing machen oder verstärkt mit Social Media Neukunden locken. Auch Apps helfen Ihnen gedanklich auf die Sprünge. Tipp: Recherchieren Sie nach Apps, die Sie im Stil von Storytelling für Inhalte und Themen Ihrer Wahl sensibilisieren. Probieren Sie, ob es Ihnen ohne externe, professionelle Hilfe gelingt, sich das Geschichtenerzählen selbst beizubringen.

Boulevardmedien: Sie fragen sich gerade, ob und wie Storytelling Ihre Akquisition beflügeln wird? Hören Sie auf mich. Verlustieren Sie sich außer mit dem Lesen von Fachpresse auch mit einigen Regenbogenblättern. So erhalten Sie in kürzester Zeit einen repräsentativen Querschnitt über Society-Ladies, Wirtschaftskapitäne und deren Management-Nachwuchs. So manche Geschichte, die Sie finden werden, wirkt vermutlich so konstruiert, als ob diese von cleveren PR-Agenturen erfunden und verbreitet worden wäre. Und doch, meist steckt die „volle“ Wahrheit dahinter. Unterhaltungs-Effekt? Sehr hoch. Den Nutzwert für Ihre Storytelling ordnen Sie bitte selbst ein.

Augenzwinkernd bekenne ich mich: Ja, ich habe einen Ordner, in dem ich schräge Ereignisse und Originaltöne aus Königshäusern und Promi-Locations sammle. Mit diesen Kreisen fremdle ich als Privatperson in jeder Hinsicht. Und doch münzte ich schon viele Boulevardschnipsel für B2B und B2C-Zielgruppen oder Buyer Personas in Lesbares um. Achten Sie beim nächsten Friseur- oder Zahnarztbesuch auf entsprechende Hochglanzpostillen. Ach, Sie tummeln sich eher in gut abgeschirmten Wartezonen von Fughäfen oder Bahnhöfen? Sammeln Sie auch hier den Stoff, der Sie dem Finden, Schmieden und Umsetzen von Geschichten näherbringt.

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Clubleben: Golfclub, Lionsclub, Schützenverein? Private oder gesellschaftliche Anlässe dieser Art interessieren mich nur beruflich. Geht es um Recherchen über spezielle Zielgruppenbedürfnisse oder entsprechendes Kaufverhalten, blühe ich zur Hochform auf. Clubs, Verbände & Co. spiegeln oft einen standorttypischen oder branchenüblichen Mikrokosmos wider.

Tipp: Schnuppern Sie überall hinein, wo Sie Ihre Wunschkunden vermuten. Wer weiß, vielleicht fahren diese lieber Elektroboot, vergnügen sich beim Fliegenfischen oder legen in wöchentlichen Tanzkursen einen sinnlichen Tango Argentino hin? Interessante Themen, die Sie für Ihr Storytelling einsetzen können, werden Sie wohl kaum auf dem heimatlichen Sofa finden. Sie verstehen?

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Events: Wortmenschen, die außergewöhnliche Textkreation bieten, sind meist ständig auf der Hut, „Marketingsprech“ angelsächsischer Herkunft des Blattes oder der Datei zu verweisen. Und doch pfeife ich manchmal drauf. Statt Veranstaltung tippe ich hier „Events.“ Hat auch seinen Grund!

Als ich nach Beispielen suchte, Ihnen Ideenfutter zum Thema Storytelling vorzustellen, dachte ich mir, pfiffige Marketer können viel von Vuittons Warenpräsentation lernen. Auch wenn Sie vermutlich aus Platzgründen (!) auf ein Dampfross verzichten werden. Doch was halten Sie von Fesselballons, einer antiken Pferdekutsche oder einem in die Jahre gekommenem Parapluie, besser als Regenschirm bekannt? Selbstverständlich machen Requisiten sowie entsprechende Sprachbilder nur Sinn, wenn diese in den Augen Ihrer Zielgruppe oder Buyer Personas einen direkten Bezug zu Ihrer (persönlichen) Historie, Produkten oder Dienstleistungen herstellen.

Fachmessen: Vermutlich fragen Sie sich gelegentlich, wo nehmen Kreative nur ständig neue, wirksame Vermarktungs-Ansätze und Ideen her. Stimmt’s? Was mich betrifft, versichere ich Ihnen, das spukt alles in meinem Kopf. Bitte empfinden Sie das weder als kokett noch arrogant. Vielmehr sehe ich das als Gabe. Trotzdem, Fachmessen, wie beispielsweise die Frankfurter Buchmesse zählen zu meinem Vergnügungsprogramm. Der Neugier, dem Schulen der Sinne und des Kontakteknüpfens wegen.

Feuilleton: In meiner Freizeit, und die ist sehr, sehr übersichtlich, lese ich. Und wie. Am Wochenende gönne ich mir meist zwei überregionale Tages- oder Wirtschaftszeitungen. Gelegentlich auch nur eine stark abgespeckte Wochenendausgabe. Je nachdem, in welcher mentalen Großwetterlage ich mich befinde. Sollte Print wirklich jemals sterben, gehe ich mit. Das schwöre ich Ihnen! Das nur so nebenbei.

Jetzt hätte ich fast vergessen, dass ich Ihnen das Storytelling schmackhaft machen wollte. Wenn Sie unschlüssig sind, welches Thema zu Ihnen oder zu Ihrer Firma passt, durchblättern Sie einfach Feuilletons. Sie werden wie ich dort Aufhänger und Ideen für Ihre Geschichte(n) finden. Von Oldtimer-Rallyes, die niederländische Großindustrielle ins österreichische Bad Ischl führen, über den Immobilientrend, Souterrain-Wohnungen in nachfragestarken Trendbezirken, beispielsweise in Berlin aufwändig zu sanieren – bis zur Klärung der interessanten Frage, ob auch Tiere ein Seele haben. Mausi, meine Bürokatze und zugleich Wellnessbeauftragte, nickt gerade heftig.

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Hörbücher: Wie überbrücken Sie längere Auto- oder Bahnfahrten? Mir sind Hörbücher unheimlich. Papier ist Papier. Ich schätze noch das haptische Erlebnis beim Vor- und Zurückblättern. Logisch, auch Hörbücher fordern die Sinne heraus. Alles eine Frage der Einstellung. Mich würden Ohrstöpsel gerade bei Bahnfahrten, die ich wegen der Beobachung Mitreisender sehr genieße, stören. Klar, ich könnte mir auch beim Joggen Hörbücher zur Ideenfindung einverleiben. Das Angebot ist mittlerweile enorm. Wenn Sie demnächst eh den Bummel in eine Bücherei wagen, prüfen Sie ob Sie Stoffe oder Geräuschkulissen finden, die Sie in Ihrer Geschichte einbauen können. Ob Produktvorstellung, Präsentation oder Vortrag – mit illustren Stimmen, Musiktönen oder Geräuschen finden Sie vielleicht Aspekte, wie Sie mit Ihrer Story die größtmögliche Aufmerksamkeit erzielen.

Internet: Muss ich dazu wirklich weitere Worte verlieren? Eben.

Insel-Auszeit: Sind Sie zufällig Gründer einer Textilhandelskette, die mehrere Jeansfachgeschäfte betreibt? Welch ein Glück für Sie! Und Storytelling steht ganz oben auf der „Heute-unbedingt-erledigen“ Liste Ihres iPads? Ihnen empfehle ich dringend: Schaufeln Sie sich mal einige lange Samstage samt folgender Sonntage frei. Bewaffnen Sie sich mit kleinem Reisepäck. Buchen Sie ein Häuschen oder nisten Sie sich in einer gemütlichen, strandnahen Pension ein. Sinn und Zweck einer solchen Aktion? Im Amtsdeutsch „Kreativitätsfindung in art- und unternehmensfremder Umgebung.”

Inseln sind übersichtlich, oft autofrei und meist in wenigen Tagen zu erforschen. Notieren, fotografieren und beobachten Sie alles, was Ihre sechs Sinne berührt. Einfach drauf los. Logisch, dabei gut essen und trinken. Tipp: Allen schräg bestückten Kiosken und Bistros die Aufwartung machen. Lokale Kleinkunstbühnen konsumieren. Strandspaziergänge machen. Ebbe und Flut beobachten. Sie werden dabei sowas von ruhig. Weshalb? Während einer Insel-Auszeit schlagen Sie gleich drei Fliegen mit einer Klappe:

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  1. Griffige Ideen, die Sie Ihrem Marketing durch das Erzählen von Geschichten einverleiben wollen, sind scheu wie junge Rehe. Starre, eingefahrene Denke wird Sie am Erfolg hindern. Sie werden erkennen, nur ein ausgeklügeltes Storytelling-Konzept wird Ihren Finanzen spürbaren Auftrieb geben. Frische Seeluft weitet den Horizont.
  2. Sie werden durch eine Insel-Auszeit, wo Sie diese auch immer verbringen mögen, bestimmt Ihre Wahrnehmung schärfen. Im Idealfall haben Sie bei Ihrer Rückkehr in den Alltag ein pralles Buch mit Ideen, ein volles Diktiergerät oder Ansätze zur Einführung einer neuen Kommunikations- oder Werbestrategie.

Weshalb ich von der Insel-Auszeit-Idee so schwärme? Na weil ich die schon öfters am eigenen Leib und Hirn mit großer Lust und Hingabe erfolgreich auf Hiddensee, Gotland, Kreta und Åland testete. Sind Sie an Tipps interessiert? Schreiben Sie mir gleich eine E-Mail oder rufen Sie mich noch heute an.

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Konferenzen/Kongresse: Fragen Sie sich ob der Flut interessanter Konferenz- oder Kongress-Offerten gelegentlich auch „wann soll ich dafür sorgen, dass die Konten lächeln“? Und dennoch, als angehender Storyteller sollten Sie zumindest eine Hand voll dieser Veranstalter mit Ihrer Anwesenheit beglücken.

Im Ernst. Gehen Sie hin. Saugen Sie mit Augen und Ohren auf, was Ihnen im Hinblick zur Entwicklung einer schlüssigen Storytelling-Idee auf die Beine helfen kann. Machen Sie es wie ich. Legen Sie sich ein Archiv mit außergewöhnlich interessanten Prospekten, pfiffigen Präsenten und Workshop-Unterlagen an. Glauben Sie mir, einige Ideen, die im Nachhinein brillant, flauschig oder logisch erscheinen, wurden von diesem Archiv beflügelt.

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Kino: Celluloid-Spektakel-Gucken zählt zu meinen Leidenschaften. Freche Erdlinge, stolze Rösser, Tragik und Helden aus allen Jahrhunderten. Ob Batman, Antarktis-Dokumentation oder Gangsta-Rapper-Komödie. Wo sollte ich sonst Hasen ohne Ohren und auf Hochglanz gewienerte Luxusdampfer begegnen, die schon auf der Jungfernfahrt spektakulär im Meer der Tränen versinken? Gut, Szenendialoge, die mich berühren oder amüsieren, muss ich wegen des Foto- und Aufzeichnungsverbotes in Kinos im Kopf behalten. Deshalb habe ich immer einen kleinen Schreibblock samt Bleistift dabei.

Weshalb sich Besuche in Lichtspieltheatern bestimmt auch für Sie amortisieren? Sammeln Sie dort ausliegende Programmhefte. Sonst verzichten Sie auf wortgewaltige Szenen-Dialoge und Schlagzeilen wie „Willst du vergessen oder willst dich erinnern?“ oder „Seien Sie kein Schwacher, seien Sie ein Macher!“

Also wirklich, bessere Storytelling-Ideen werden Sie in dieser Fülle an keinem anderem Ort finden.

Kurse: Auch an Kursen, die Ihnen das Kleine 1×1 des Storytellings vermitteln, herrscht ein reges Angebot. Bevor Sie sich für einen bestimmten Anbieter entscheiden, sollten Sie sich fragen, ob Sie als vermeintlich Ungeübte(r) davon ausgehen, bereits nach wenigen Stunden fit für die Entwicklung einer eigenen Geschichte zu sein. Wie in allen Kursen wird man Sie zunächst in das theoretische Handwerk einweihen.

Abgesehen davon stellen sich oft erst nach dem Besuch eines Kurses wesentliche Fragen, die bedingt durch eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema entstehen. Entscheiden Sie sich deshalb für einen Anbieter, der nachweislich Erfahrung im Konzipieren und Entwickeln wirksamer (Marketing-)Geschichten hat.

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Leihbüchereien: Lesen auch Sie noch in Holzmedien? Außer Kaffeehäusern zählen (Leih-)Büchereien zu meinen bevorzugten Aufenthaltsorten. Solche Besuche inspirieren mich oft. Bewaffnet mit Block und Schreibzeug schlendere ich dort durch Regale und Präsentations-Inseln. Sollten Sie gerade auf der Suche nach einem Aufhänger sein, den Sie als Blaupause zur Entwicklung einer erzählenswerten Geschichte verwenden können: Investieren Sie in eine Stunde Inspiration. Gerade dann, wenn Sie noch unentschlossen sind. So manche(r) unter Ihnen wird staunen, dass auch „offline“ unzählige Stoffe zur Verfügung stehen. Schlagwortregister und die qualifizierte Beratung durch nettes Buchhandlungs-Personal bringen Sie garantiert auf einige Ideen, wie Sie mittels einer starken Geschichte Bestandskunden binden und neue gewinnen können. Lassen Sie das sich von einer Leseratte wie mir gesagt sein.

Literatur: Mal nebenbei gefragt, sind Sie überhaupt ein Fan moderner Märchen? Durchaus möglich, dass Sie hinter so manchen (Unternehmens-)Geschichte eine Räuberpistole vermuten. Vielleicht halten Sie das Erzählen von Anwender- oder Produkt-Geschichten auch für Seemannsgarn. Will sagen, wer beim Begriff Storytelling an Marketing-Kinkerlitzchen denkt, ist hier auf der falschen Baustelle. Legte ich Ihnen gerade noch den Besuch von Büchereien an das Herz, empfehle ich Ihnen für eine gezielte Ideensammlung: Grenzen Sie Ihre Gedanken ein. Ziehen Sie nur Bücher in die engere Wahl, deren Inhalte Sie persönlich inspiriert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass alles andere zur Schreib- oder Texthölle wird.

Tipp: Hören Sie auf Ihren Bauch, den sechsten Sinn! Greifen Sie nur zu Fachbüchern, Dokumentationen, Memoiren, Reiseberichten, Atlanten, Romanen, Kochbüchern, Mal-, Märchen- und Kinderbüchern, die Ihnen Freude machen. Blättern Sie einige der genannten Inspirationsquellen durch. Auch Lesefaule erkennen schnell, dass jedes der genannten Formate eigenen dramaturgischen Regeln unterliegt.

Wollen Sie Storytelling künftig wirklich einsetzen, wird Ihnen eine überzeugende Geschichte nur gelingen, wenn Sie sich mit Helden, Siegen, Niederlagen und goldenen Lösungswegen intensiv auseinandersetzen. Bücher, selbstverständlich auch Ebooks oder Whitepapers, zeigen Ihnen, wie professionelles Geschichtenschmieden geht.

Sind Sie eher der Auffassung, das Planen und Entwickeln einer Geschichte überfordert Ihr kreatives Potenzial, sollten Sie Nägel mit Köpfen machen. Holen Sie sich Rat von Kreativen. Je nach Zielsetzung empfiehlt sich der Kontakt zu einem Videofilmer, Konzeptioner, Marketingstrategen oder Texter.

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Museen: In meiner Jugendzeit waren Anhäufungen ausstellenswerter Exponate meist eine staubige Angelegenheit. Ganz anders heute. Ich sage nur „Museumsdidaktik!“ Jetzt habe ich Ihnen schon so viel Ideen geliefert. War schon ein Impuls dabei, der Ihnen, einem Ihrer Produkte oder dem Unternehmen, das Sie leiten oder repräsentieren, feuchte Augen macht? Ok, ok. Wann lösten Sie Ihr letztes Museums-Billett?

Wären Sie Inhaber einer Manufaktur, die extrem robuste einbruchsichere Sicherheits- und Schließanlagen für Juweliere, Nobelkaufhäuser und Privatbanken fertigt, würde ich Sie glatt nach Amsterdam

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schicken. In der niederländischen Metropole fänden Sie ein Kriminalmuseum. So ließe sich eine Story über Raub, „Mordio“ und kriminelle Praktiken entwickeln. Vielleicht mit historischem Bezug zu XY? Wie gesagt, nur eine Idee. Meinetwegen können Sie auch Designer handgewebter Teppiche aus Merionschafwolle sein. Worauf warten Sie noch? Unser aller Leben ist schließlich keine Generalprobe.

Produktverpackungen: Kreative wie ich, Sie beziehe ich mal mit ein, suchen ständig neues Ideenfutter. Dazu eigenen sich auch Supermärkte zum Aufspüren von Produktgeschichten bestens. Auf Gläsern, Dosen, Tuben und Tüten finden Sie dort Storytelling auf engstem Raum vor. Von derart amüsanten oder (kauf-) anregenden Produktgeschichten können auch Sie als Storytelling-Praktikant viel lernen.

Übrigens sind Verpackungen, Ausstattungen oder Imagewerbung von Mode in diesem Zusammenhang zu empfehlen. Tragen Sie Jeans oder Sportswear? Dann dürften Ihnen von A-Z inszenierte Storytelling-Beispiele wohl geläufig sein. Kult, Nachfrage und rasant steigende Verkaufszahlen so mancher Marke beruht auf minutiös geplantem Storytelling. Vom Teebeutel, über Armbanduhren bis zur WC-Spülung gilt:

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Je besser die inszenierte Story dahinter, desto mehr Profit für Hersteller, Handel oder Vertrieb. Sie merken schon, ich komme richtig ins Schwärmen. Womit verdienen Sie Ihr Geld?

Social Media-Kanäle: Als Martin Luther um 1521/22 die Bibel in nur vier Monaten die Übersetzung niederschrieb, war er beseelt davon, den Text auch für einfache, weniger gebildete Menschen verständlich zu machen. Wollen Sie Storytelling einsetzen, proftieren Sie noch heute vom Rat des Reformators „Dem Volk aufs Maul schauen“. Sie haben es heute viel bequemer. Statt den nächstgelegenen Marktplatz zu besuchen, werfen Sie einen Blick auf die Worte Ihrer Twitterschar, Facebook-Page-Fans und Google-Liker. Schon bekommen Sie ein Gespür dafür, was das „Volk“ begehrt. Bruder Martin tappte über Zielgruppen noch im Dunkeln.

Theater: Klassische Theaterstücken kann ich nur wenig abgewinnen. Das Loslassen des alltäglichen gelingt mir allerdings bei Puppen-, Off- und sonstigen Bühnen. Ein Paradebeispiel, mit dem Sie mich hinter dem Schreibtisch hervorlocken können, ist beispielsweise die Seebühne im angehauchten Luftkurort Vitte auf der Ostseeinsel Hiddensee. Das maritime Kammertheater präsentiert einen reichen Fundus vom Froschkönig in der Karibik, über eine szenische Collage des legendären Stummfilmstars Asta Nielsen bis zu Chimära, einem Kammerstück nach Gerhart Hauptmanns Novelle „Das Meerwunder“, einer Liebesgeschichte an der Grenze des Vorstellbaren. Ob Sie eher Ballettbegeistert oder Karl May-Festspielfan sind, künstlerische Darbietungen können für Storytelling-Neulinge zur Fundgrube für Protagonisten, Handlungsstränge und dramaturgische Elemente werden.

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Themenparks: Über künstliche, aus dem Boden gestampfte Freizeitparks bin ich „not amused“. Hingegen ziehen mich plastik- und fastfoodfreie Anlagen oder Parks mit historisch gewachsenem Hintergrund an. Gerade stelle ich mir vor, Sie würden Ihre Brötchen mit dem Handel hochwertiger Möbel und liebevoll, in Kleinauflagen hergestellter Dekorationsgegenstände verdienen.

Demzufolge könnte Ihre Geschichte von unterschiedlichen Wohn- und Einrichtungsstilen handeln, so auch über Landhausstil. Ob “very british”, Rosamunde Pilcher-Stil oder schwedisches Einrichten, die Heimat der heldenhaften, Kniestrumpf behosten Sachensucherin Pippi Langstrumpf würde Ihnen Ideen für rustikales Wohnen liefern.

Musicals: Money makes the world go around, the world go around. So der Ohrwurm des Celluloid-Kassenknüllers und Musicals „Cabaret“. Welcher Branche Sie auch immer angehören, welche Zielgruppe Sie verstärkt durch Storytelling auf sich aufmerksam machen wollen – Musicals können Ihnen helfen, Story-Welten zu erschließen. Prüfen Sie ob und welche Musicals Ihnen Themen zur Entwicklung einer Produkt-, Anwender- oder Unternehmensgeschichte ermöglichen.

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Zirkus: Riechen Sie auch so gerne Sägespäne? Erinnern Sie sich an einen Clown, dessen Spiel Sie vielleicht in Ihren Kindertagen bis heute emotional berührt? Fasziniert Sie der Nervenkitzel, mit dem Artisten beim Sprung aus der Zeltkuppel oder durch lodernde Feuerreifen das Manegenrund zur Mucksmäuschenstille bewegen kann?

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Sind Sie wie ich von Kindesbeinen an ein großer Tierfreund? Dann verzichten Sie bitte gedanklich auf abenteuerliche Stunts und Spektakuläres im Zusammenhang mit „Zirkustieren“. Das Zirkusleben ist bunt genug. Wie im Theater liegen hier Tragik, Lachen und Visionen eng beeinander.

Storytelling: Wann floppt Ihre Geschichte 100-prozentig?

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Wenn Sie lieblos texten und schreiben. Wenn Ihr Konzept Logik, Witz oder Überraschungs-Effekte entbehrt. Logisch werden Sie jetzt denken, das musste ja kommen. Der Autor setzt alle Tricks ein, mich mit seinen eigenen Waffen als Kunde gewinnen. Stimmt! Allerdings bin ich auch so fair und drücke Ihnen als Lieferant für Storytelling-Ideen auch drei meiner liebsten Kollegen ans Herz.

Die längst Verstorbenen bieten einen reichen Fundus illustrer Gedanken. Kommt Ihr Ideenfluss ins Stocken, schlagen Sie einfach nach, was die Herrschaften über Kreatives Arbeiten dachten. Inspiration dieser Art ist in Zeiten von „Scripted Reality-Shows“ leider, leider Mangelware.

  • Ernest Hemingway: Journalist, einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Autoren, Texter und Katzenfreund. Das sind nur einige Qualifikationen im Leben des Schreibers, dessen Geschichten ich gerne lese. In Paris entlockte Hemingway seiner Reiseschreibmaschine Zeilen, die ausdrücken, womit auch ich mich täglich beschäftige: „Mein Ziel ist, auf Papier zu bringen, was ich sehe und was ich fühle, auf die beste und einfachste Art und Weise“.
  • Joachim Ringelnatz: Kreative Menschen schlängeln sich oft durch viele berufliche Wege. Hans Gustav Böttcher, enger Freund des großen Stummfilmstars Asta Nielsen, besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Ringelnatz“ zeigt allen, die sich für Sprache auf die Fahne schreiben, wie es geht. Der Vater der Kunstfigur KuttelDaddeldu, Matrose, Schaufensterdekorateur, Tapetenmustermaler und Humorist füllte sein Portemonnaie auch als Werbetexter. Nur Wenige wissen, dass Ringelnatz auch für Markenprodukte wie Henkel-Sekt und Kölln-Haferflocken, aber auch für Herdhersteller und lokale Facheinzelhändler Werbetexte verfasste. Wären Sie Inhaber eines Schreibwarenfachgeschäftes, das eine passende Content-Geschichte sucht, würde ich Sie mit Ringelnatzens Worten einstimmen:

„Ein männlicher Briefmark erlebte was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm geweckt.
Er wollte sie wieder küssen, da hat er verreisen müssen. So liebte er sie vergebens. Das ist die Tragik des Lebens.“

Können Sie sich vorstelllen, ähnlich Ringelnatz, eine solch bedeutungsschwangere Story zu schreiben? Hut ab, ein ganzes Leben erzählen, nur mit einer Hand voll Buchstaben.

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