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Gerhard J. Ernest

von Gerhard J. Ernest | 10.11.2013

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6-Sinne-Marketing (Teil 3): Checklisten und Tipps

Checkliste: Wie Sie haptisch texten lernen

Sind Sie beim Lesen dieses Beitrags ins Grübeln gekommen? Verstehen Sie jetzt, dass Texte bei der Akquisition und Präsentation, beim Verkauf und Vertrieb eine gewaltige Schlagkraft haben sollten? Wie Sie hier erfahren haben, sprechen Neuromarketing-Experten von einem Umsatzplus von bis zu 60 Prozent.

Bingo. Dann sind Sie der gleichen Meinung wie der Neuromarketingexperte Dr. Hans-Georg Häusel: „Unternehmen müssen die Emotionen der Kunden beim Marketing besser berücksichtigen.“ Sie haben bis jetzt viel trockene Theorie über die Vorteile der Nutzung des multisensorischen Marketings erfahren. Außer einigen in der Marketingpraxis bewährten Werkzeugen, über die Sie am Beginn dieses Beitrags lesen konnten, ist auch Text ein wichtiger, wenn auch häufig unterschätzter betriebswirtschaftlicher Faktor. Denn Sprache ist der Klebstoff, der alle multisensorisch möglichen Bestandteile Ihres Marketings erklärt und zusammenhält.

Was hält Sie jetzt noch davon ab, Ihren Texten mehr Sinn und Sinnlichkeit zu verleihen?

6-Sinnemarketing

Infografik © Ernest

Fangen Sie gleich damit an: Schmieden Sie eine außergewöhnliche Leitidee, die auf den Tastsinn, das Sehen, den Geschmackssinn, auf Gerüche und Geräusche abzielt.

  • Ob B2B- oder B2C-Text, eins gilt immer: Beschaffen Sie sich vor Beginn das aktuelle Marketingmaterial Ihrer Mitbewerber. Bewerten Sie deren Bild- und Text-Wirkung. Analysieren Sie deren Defizite unter dem Blickwinkel des multisensorischen Marketings.
  • Klopfen Sie alles auf Verständlichkeit, den berühmten roten Faden und auf kreative Sprache ab. Leiten Sie daraus mögliche Sprachwirkungs-Defizite ab. Notieren Sie Ansatzpunkte über die Entwicklung Ihrer persönlichen oder einer unternehmerischen haptischen Kommunikation.
  • Prüfen Sie in Ruhe Materialien und Druckmöglichkeiten. Fallweise auch den Einsatz des audiovisuellen oder des Duftmarketings.
  • Bündeln Sie Ihre Ideen, je nach Werbeziel, Budget und Werbemitteln. Denken Sie an die Vernetzung digitaler, gedruckter und weiterer von Ihnen eingesetzter Kanäle.
  • Beziehen Sie alle Informationen, die Sie über Markt, Zielgruppe und haptische Werbemittel rechtzeitig im Vorfeld beschafft haben, in die Entwicklung Ihres multisensorischen Konzepts ein.
  • Stürzen Sie sich nicht Hals über Kopf in die Ausarbeitung oder Produktion, sondern testen Sie Akzeptanz und Wirkung einzelner Texte oder multisensorisch angelegter Konzepte bei Dritten.
  • Achten Sie darauf, dass die gewählte Leitidee konzeptfähig, idealerweise crossmediafähig ist.
  • Lassen Sie sich bei Bedarf von Fachleuten über die Möglichkeiten, Ihre Werbewirkung zu erhöhen, gründlich beraten. Sinnliche Transportmittel wie haptischer Text, Druckveredelung, Audiobranding, Papiergrammatur, Duftpartikel usw. sind komplexe Themen, die gerade bei Multisensorik-Einsteigern viele Fragen aufwerfen.
  • Bauen Sie möglichst einen Dummy Ihres Werbemittels. Oder lassen Sie sich intern oder extern von Kreativen einen herstellen.
  • Gleiches gilt selbstverständlich auch für Internet- und Dialogmarketing, für Messestände sowie persönliche und Event-Kommunikation.

Sensibilisieren Sie sich per Moodboard für Ihre Zielgruppe. „Mood“ bedeutet auf Englisch ‚Stimmung, Laune, Gemüts- oder Stimmungslage‘. Karl May, dem legendären Autor der Winnetou-Romane, ist es gelungen, in seinen Fantasiereisen schillernde Figuren wie Old Shatterhand zu entwickeln. Der im sächsischen Radebeul geborene May beschrieb im Blindflug Landschaft, Szenen, indianische Stammesrituale, ohne jemals im Wilden Westen gewesen zu sein. Hut ab vor dieser Vorstellungskraft! Sie schätzen sich weniger kreativ ein, wenn es darum geht, sich Ihre Zielgruppe bildlich vorzustellen?

  • Entwickeln Sie ein Moodboard. Außer Inneneinrichtern, Architekten, Film- und Modemachern nutzen auch viele Kreative und Marketer das Moodboard als wichtiges Arbeitsmittel für die optimale Zielgruppenbestimmung.
  • Vorteile: Ihre Zielgruppe wird für Sie sichtbar. Sie spüren förmlich die private oder geschäftliche Alltagswelt, in der sich Ihre potenziellen Kunden aufhalten.
  • Kleben Sie auf einen großen Kartonbogen Zeitungs- oder Magazinausschnitte. Ergänzen Sie die Collage mit Bildern von Gegenständen oder Leistungen, die Sie dieser Zielgruppe verkaufen möchten.
  • Pinnen Sie auf diese Collage die Leitidee oder das Marketingwerkzeug, das Ihre Zielgruppe sensibler anspricht und das Sie zur Entwicklung oder Umsetzung Ihres multisensorischen Konzepts einsetzen wollen.
  • Ordnen Sie prägnante Texte, die Ihre Zielgruppe ansprechen sollen, einzelnen Bereichen zu, in denen Sie die Nutzung des beworbenen Produkts vorstellen.
  • Je lebensnaher Ihr Moodboard wird, desto mehr Fingerspitzengefühl bekommen Sie für die wahren Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe.
  • Ergänzen Sie das Moodboard kontinuierlich. Beispielsweise mit Fotos, Materialmustern und geplanten Marketingwerkzeugen. Verwenden Sie dafür Papier, Stoff, Karton usw. So spüren Sie relativ schnell, ob Ihre Idee, die geplante Strategie und die Tonalität Ihrer Worte passend sind. Sie erfassen intuitiv, ob Ihre haptische Kommunikation – oder auch nur die unter Berücksichtigung haptischer Überlegungen entwickelte Textstrategie –
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    greifen wird.

  • Verpacken Sie Text, den Sie plakativ herausstellen möchten, in Tabellen, Listen und Reihenfolgen.
  • Vermeiden Sie Ich- oder Wir-zentrierte Botschaften à la „Wir sind die Nr. 1“. Weg damit! Falls das zutrifft, sollten Sie Alleinstellungsmerkmale im Fließtext untermauern. Hüten Sie sich vor Verallgemeinerungen. Nennen Sie, für welches Segment, welche Branche oder für welche Zielgruppe Ihre USP (Unique Selling Proposition) zutrifft.
  • Argumentieren Sie nie aus Ihrem persönlichen Blickwinkel: Auch nicht aus Unternehmenssicht, sondern immer mit den Augen des Kunden. Unausgesprochene Fragen wie „Was bringt mir das?“ oder „Kann ich diesem Unternehmen trauen?“ kennen Sie bestimmt aus eigener Erfahrung.
  • Legen Sie fest, welche Sinne Ihr Text ansprechen soll: Genießen Sie als Immobilienmakler den Ruf, luxusgewohnten Klienten außergewöhnlich stilvolle Villen, Chalets und alte Landhäuser feilzubieten, ist es wenig sinnvoll, nur auf den Geschmackssinn abzuzielen. Sie verstehen?
  • Verwenden Sie Sprachbilder, die zu Ihrer Zielgruppe passen: Wenn Sie internationale Großreedereien für Containerschifffahrt ansprechen, ist es wenig sinnvoll, Ihre Werbekonstanten wie Konzept, Text und Bild in den Schweizer Alpen anzusiedeln. Außerdem empfiehlt es sich, jeweils nur ein Sprachbild zu verwenden.
  • Unterscheiden Sie rationale und psychologische Versprechen: Ihre Kunden interessieren sich ausschließlich für den Nutzen, den sie bekommen. Angenommen, Sie sind Experte für Gesichtschirurgie und wollen mit VIP-Klienten Ihren OP-Saal auslasten: Erzählen Sie, wie geschmeidig und straff sich die Haut Ihrer Patienten nach dem schönheitschirurgischen Eingriff anfühlt. Betonen Sie auch, dass Ihre Patienten auf andere Menschen danach viel dynamischer, attraktiver und vitaler wirken. Merke: Fakten über Ihre Hightech-OP-Ausstattung sind für Ihre Klientel zweitrangig. Text-Ikone David Ogilvy schrieb: „Das Versprechen, das große Versprechen, ist die Seele der Werbung.“
  • Streichen Sie Wortballast. Hinterfragen Sie Ihre Sprachmuster: Inspiration zur Auswahl alternativer Wörter geben Ihnen Synonym-Wörterbücher, Recherchen in entsprechenden Internetportalen – oder ein längerer Bummel durch die nächstgelegene Bücherei. Eine bessere kostenlose Sensibilitäts-Schulung für Haptik finden Sie nicht. Tipp: Orientieren Sie sich an Julia Cameron. Die US-Bestsellerautorin und Drehbuchschreiberin weiß: „Schreiben ist wie Atmen. Man kann die Qualität von beidem verbessern.“
  • Halten Sie Ordnung in Ihren Gedanken: Nur dem aufgeräumten Hirn gelingt es, sich intensiv in die Denkstrukturen, Präferenzen und Bedürfnisse fremder Menschen, ihre Abneigungen und Hemmnisse reinzudenken. „Der Gedanke ist es, der das Wort adelt“, so Gottfried Keller, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller.
  • Zwingen Sie sich nie dazu, möglichst feinfühlig zu texten: Schlechter Text, der seine Zielgruppe verfehlt, kann sieben Ursachen haben:
    • generell ein mangelndes Schreibtalent des digitalen Bleistifthalters
    • Fehleinschätzung des täglichen Bedarfs der umworbenen Personen
    • zu wenig oder kein Feingespür, um Nutzen und Zusatznutzen des jeweiligen Angebots präzise, aber leserfreundlich zu erklären
    • oberflächliche Recherche
    • Zeitnot
    • Briefings, die erschlagen oder zu dünn sind
    • zu viele Semiprofessionelle oder Quacksalber, die sich dazu befähigt fühlen, das Zustandegebrachte zu verschlimmbessern.
  • Ob Sie sich selbst zu außergewöhnlich sensiblen verbalen Zielgruppentreffern ermahnen oder von Dritten dafür Geld erhalten, vertrauen Sie der Einschätzung des US-Philosophen, Didaktikers und Mathematikers Professor Morris Kline: „Kreativität lässt sich nicht willentlich oder gar durch Opfergaben ‚abrufen‘. Sie scheint sich tatsächlich dann am ehesten einzustellen, wenn der Geist entspannt ist und die Phantasie frei umherschweifen kann.“ Was leiten Sie daraus ab? Genau! Nicht gleich resignieren, aber eigene Grenzen anerkennen. Delegieren Sie entsprechende Textprojekte intern oder extern.
  • Lassen Sie langen Absätzen oder Gedanken kurze folgen.
  • Investieren Sie 100 Prozent Energie in multisensorisches Marketing. Der Versuch, zielgruppenspezifisch, pointiert und sensibel zu texten, führt gelegentlich dazu, dass man sich im Gestrüpp des (Un-)Wesentlichen verliert. Die Liste der zugkräftigsten Nutzenargumente liegt auf Ihrem Tisch, Sie haben sich in unterstützende Fachliteratur eingelesen, vielleicht sogar in das ein oder andere externe Angebot zur Steigerung der Schlagkraft Ihres Text-Talents investiert. Und doch fühlt sich jeder Buchstabe plötzlich bleischwer an. Kennen Sie das auch?

 

Energie auf den Punkt gebracht bedeutet:

  • Je größer das Recherchepaket auf Ihrem Tisch, desto schreibsicherer werden Sie sich fühlen.
  • Je weniger Informationen Sie gesammelt haben, desto mehr werden Sie sich vor der Wirkung Ihrer Worte fürchten.
  • Je mehr Angst Sie davor haben, Ihr Text könne die sinnliche Wellenlänge Ihrer Zielgruppe verfehlen, desto schneller stehen Sie vor dem Erfolg ihres Textprojekts. Erst wenn Sie diese Gefühle selbst zig Mal erlitten haben, dürfen Sie sich auf die Schulter klopfend einflüstern: Mein Text ist auf einem guten Weg. Wenn Sie sich tief in multisensorisches Texten reinknien, werden Sie zuerst während des Schreibens einen Flow spüren und nach getaner Arbeit auch einen auf Ihrem Konto. Oder Ihr Brötchengeber auf seinem. Zwar nicht sofort im gewünschten Umfang, jedoch immer öfter. Das versichert Ihnen der Schreiber dieser Zeilen, der Robert de Niros Einschätzung teilt: „Wirklich gut sein heißt, an eine Sache sein Herz zu verlieren.“ Ein bemerkenswerter Ansporn durch den Schauspieler, zweifachen Oscar-Preisträger und Filmproduzenten, oder?
  • Wählen Sie ein Werkzeug, das beim haptischen Texten ermuntert und hilft. Möchten Sie multisensorisch werben oder sachlich informieren? Planen Sie eine Spendensammlung? Schauen Sie sich um, was Seminaranbieter, Internet und Fachverlage zum Themenkreis Neuromarketing, hypnotische Sprachmuster, Texten generell, neurolinguistischem Programmieren, der NLP-Sprache und zur Verkaufsrhetorik anbieten. Verwechseln Sie
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    bitte hypnotische Sprachmuster nicht mit reißerischen Offerten, die einreden, man könne im Internet ohne Idee, ohne Kapital, aber mit dem digitalen Produkt XY über Nacht Millionen scheffeln. Lächeln Sie deshalb nicht gleich das vermeintlich günstigste Werkzeug an. Sie werden auf ein unüberschaubares Angebot stoßen. Bewerten Sie in allen Fällen mit Argusaugen das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Achten Sie bei didaktischen Angeboten auf Verständlich- und -Umsetzbarkeit in Ihrem Arbeitsalltag.

  • Sprechen Sie Ihre Texte mehrmals laut vor sich hin. Beth Ditto, US-amerikanische Sängerin und Songwriterin, erklärte dem Magazin „Interview“: „Ich mag den Klang von Wörtern.“ Und: „Ich mag es auch, dass Wörter in unterschiedlichen Kontexten ganz andere Dinge bedeuten können.“ Die Diva legt seit frühester Kindheit größten Wert auf sorgfältige Sprache. Das ist auch für Sprach-Haptiker sehr zu empfehlen.
  • Sie brauchen für Ihre Hotline zu Ihrem Produkt einen Text, der zur Überbrückung telefonischer Wartezeiten dient? Wählen Sie Worte mit angenehmen Vokalen wie O oder I.
  • Als Manufaktur, die englische Nobelkarossen tunt, möchten Sie bei über 50-jährigen Herren, die Ihre Werkstat zu 80 Prozent auslasten, bei jedem Öffnen und Schließen des Handschuhfachs ein unvergessliches Audio-Branding einbauen. Verzichten Sie auf Worte! Entscheiden Sie sich für ein unverwechselbares, angenehmes Geräusch.
  • Holprige sowie unschlüssige Texte oder einzelne Passagen enttarnen Sie beim Nachahmen solcher Übungen sofort.
  • Üben Sie während des Schreibens Disziplin und Kampfgeist: Geben Sie sich auch unter Zeitdruck nicht mit den erstbesten Textergebnissen zufrieden.
  • Bedenken Sie, dass auch professionelle Texter, Dialogmarketing-Spezialisten und ideenreiche Konzeptioner oft lang über einem gelungenem Skript brüten.
  • Notieren Sie zuerst Inhalte, schreiben Sie danach eine Rohfassung und lassen diese möglichst über Nacht – falls zeitlich machbar, einige Tage – ungelesen liegen. Eine alte Texter-Weisheit besagt: „Text muss gut abhängen.“ Erfahrungsgemäß klärt sich Unausgegorenes oft wie von Zauberhand. Und frische ungewohnte Sichtweisen, die Ihrem Text Präzision, Charme und Witz einflößen, fliegen Ihnen vielleicht auch außerhalb des Büros beim Gärtnern, Tanken oder einem morgendlichen Fußmarsch durch Wald und Wiese zu. Strecken Sie Ihre Fühler überall aus!
  • Denken und formulieren Sie präzise: Ertappen Sie sich dabei, dass Sie statt eleganter oder emotionaler Sätze nur grauen Wortbrei fabrizieren? Dann sind Ihre Gedanken noch unausgegoren.
  • Informieren Sie sich, ob und welchen (firmen-, branchen-, landesspezifischen oder regionalen) Fachjargon Ihre Zielgruppe benutzt.
  • Wählen Sie herkömmliche Termini nur, wenn Sie vermuten, Ihre Zielgruppe verträgt keine Frischzellenkur. Interessant, was der US-Schriftsteller James Thurber dazu sagte: „Genauigkeit in der Kommunikation ist wichtiger denn je in unserer hektischen Zeit, in der ein falsches oder missverständliches Wort genauso viel Schaden anrichten kann wie eine plötzliche unbedachte Handlung.“
  • Setzen Sie mit Typografie Akzente: Zu Gutenbergs Zeiten und noch Jahrhunderte später galten Lettern, damals hölzerne Schriftzeichen, als Schwarze Kunst. Mit der Digitalisierung der Druckindustrie und wegen des Einzugs von Computern in moderne Schreibstuben wurde der Schrift besonders von Laien nur noch eine untergeordnete Rolle beigemessen. Sie lesen diesen Beitrag, weil Sie sich für 6 Sinne-Marketing interessieren. Sollten Sie für Druckvorlagen, Mailing-Aktionen, Korrespondenz oder auch für digitales Marketing verantwortlich sein, gilt die Empfehlung: Hinterfragen und bewerten Sie die Wirkung Ihrer gedruckten, digitalen und crossmedialen Kommunikation. Beauftragen Sie externe Dienstleister wie Agenturen, Lettershops, Landing-Page-Experten, Designer, Texter oder (Digital )Druckereien? Binden Sie alle Beteiligten rechtzeitig in die Optimierung Ihres Marketings ein. Besonders wenn es um haptische Werbung oder die psychologisch wirksamste Darstellung Ihrer Texte geht. Eine Studie der Göttinger Georg-August-Universität untersuchte die gefühlsmäßige Bild-/Text-Wirkung. Je größer die Schrift einer Botschaft, desto stärker ihre emotionale Wirkung, so das Studienergebnis.
  • Weitere Typografie-Tipps:
    • Setzen Sie, wo angebracht, Text kursiv.
    • Setzen Sie zur Hervorhebung und bei Auflistungen Bullet Points ein.
    • Strukturieren Sie den Text mit brillanten Zwischenüberschriften.
    • Gewichten Sie Schlüsselbotschaften durch Großbuchstaben. Messungen der Hirnströmungen zeigen, dass Emotionen auf diese Weise an Bedeutung gewinnen.
    • Achten Sie bei der Schriftwahl auf gute Lesbarkeit, besonders wenn Sie ältere Menschen anvisieren.
    • Dramatisieren Sie gekonnt durch Doppelpunkt, Ausrufezeichen und Strichpunkt.
    • Steigern Sie die Attraktivität Ihrer Texte durch Flatter-, wo passend durch Blocksatz.
    • Verwenden Sie aus Gründen der Wiedererkennung (Corporate Identity) möglichst wenige, ausgewählte Schrifttypen.
    • Lassen Sie sich bei Zweifeln von (Druckvorstufen-)Fachleuten oder Designern beraten.
  • Verwenden Sie einheitliche Begriffe und bleiben Sie konsequent bei der favorisierten Tonalität: Käufer von Konsumprodukten, aber auch B2B-Zielgruppen sind schnell genervt, wenn sie ihre kostbare Zeit mit Marketingkauderwelsch vergeuden sollen. Durchforsten Sie deshalb vorhandene Textberge auf Widersprüche und uneinheitliche Verwendung von Begriffen. Sie sollten Produkte und Dienstleistungen auf allen Kanälen einheitlich benennen. Gleiches gilt übrigens auch für Beratung, Telefonate, Webinare und Erklärvideos. Informieren Sie sich über die messbaren Vorteile, die eine Firmensprache (Corporate Wording) bringt.
  • Entwickeln Sie klare, emotionale Konzepte: Printanzeigen, Werbebriefe, Internetpräsenzen, Social-Media-Profile und Co. wirken auf den ersten Blick zwar zeitgeistig und kreativ. Trotzdem schadet die Rückbesinnung auf alte Werberegeln nicht. So wird beispielsweise die Wirkung von Bildern durch eine erklärende Unterzeile gesteigert.
  • Zielen Sie bei der Entwicklung von Konzepten auf unvergessliche Momente, die sich uns Erdenbürgern fest einbrennen. Das menschliche Gehirn erinnert sich lebenslang an prägende Momente: Geburt des ersten Kindes • Hochzeitstag • Firmengründung • erstes eigenes Auto • erster Urlaub • Abiturfeier • finanziell lukrativer Geschäftsabschluss • erster Kindergarten- oder Schultag • besondere Weihnachtsfeiern usw. Formulieren Sie so, dass der Leser sich in Ihrem Text wiederfindet.

Stichwort Kommunikation mit über 50-Jährigen: Stellen Sie im Zusammenhang mit unvergesslichen Momenten beim Texten die Verbindung zu Erinnerungen her, die lange zurückliegen. Als Idee: Lassen Sie Woodstock, das legendäre 1969er Rockfestival, Revue passieren. Wer damals in Bethel (US-Staat New York) nicht dabei war, kennt zumindest den gleichnamigen Kinofilm. So lassen sich Zeitgeist und das Flower-Power-Lebensgefühl einer ganzen Generation mit einem oder zwei Sätzen erklären. Hersteller von Retromode erreichen mit diesem Anker außer älteren mittlerweile auch viele Jüngere, die Gefühlswelten vergangener Tage zum Kult erheben.

  • Stichwort Handlungs-Aufforderungen: Planen Sie für alle Textformate
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    an passender Stelle Call-to-Action-Elemente ein. Sie bieten über QR-Codes weitere Informationen? Sie loben Gewinnspiele aus? Ihr Ziel ist es, Aktionen viral zu bewerben? Sagen Sie, was Ihre Kunden, Follower, Social-Media– oder Geschäftspartner erwartet. Sagen Sie aber auch, wie all diese Menschen mit Ihnen in Kontakt kommen.

  • Stellen Sie Ihre zugkräftigsten Argumente oder Ihr Werbeziel Nummer eins jeweils an den Anfang. Ob Whitepaper, Leistungsdarstellung in einer Internetpräsenz oder Werbebrief. Beginnen Sie jeweils mit starken Worten.
  • Stichwort mobile Werbung: Texte für Smartphones, Mini-iPads, Tablets und Laptops im Handtaschenformat müssen präzise sein. Noch mehr als bei Papierwerbung, Standalone-Mailing, Landing Page oder Website gilt hier: kurz, konkret, kaufanregend. Schneiden Sie Wortfett weg. Packen Sie Grund- und Zusatznutzen sowie glutheiße Kaufargumentation hinein. Texten Sie Call-to-Action-stark!
  • Statt sich über beneidenswert informative Informationsgrafiken Ihrer Mitbewerber zu ärgern, sollten Sie im Rahmen Ihrer Kommunikations-, Text- und Content-Strategie selbst welche einsetzen. Denken Sie dabei an die Wahl richtiger Keywords. Integrieren Sie in Ihren Text häufig verwendete Suchbegriffe für Produkte und Dienstleistungen. Reduzieren Sie den Text für Infografiken auf das Notwendige.
  • Texten Sie Schlagzeilen und Zwischenüberschriften so, dass diese Neugier auf den Text wecken und einen direkten Bezug zum folgenden Text herzustellen.
  • Legen Sie Ihre Text-Strategie so an, dass in jedem Absatz oder Textblock jeweils nur ein Gedanke steckt.
  • Achten Sie besonders bei schwierigen Themen oder umfangreichen Werbemitteln durchgängig auf den berühmten roten Faden.
  • Sprechen Sie Markenpräferenz gezielt an: Nehmen wir an, Sie sind Marketingleiter einer Facheinzelhandelskette für Surf- und Wanderbekleidung. Nehmen wir weiterhin an, Ihre Datenbank erlaubt Rückschlüsse über Marken- und Produktpräferenzen. In diesem Fall ist es empfehlenswert, den Werbetext zu individualisieren. Bei einer Mailingaussendung, die neue Herbst- oder Frühjahrskollektionen vorstellt, sollten Sie die mehrfach von Kunden gekauften Marken per Text in Szene setzen.
  • Verknüpfen Sie Ihre Werbeargumente mit dem Begriff ‚Zeit‘: Neuromarketing-Experte Martin Lindstrom fragte Marketeers: „Wussten Sie, dass allein schon die Erwähnung von Zeit in einer Werbekampagne die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Produkt gekauft wird?“ Derart clevere Argumente haben den Vorteil, dass die Umworbenen eine persönlichere, stärkere Bindung zum Produkt empfinden. Lindstrom leitet daraus ab: Assoziationen, die die Zeit reflektieren, spiegeln die Flüchtigkeit des Lebens. Umworbene würden nach dem Motto ‚Ich sollte mir das besser gönnen, bevor es zu spät ist‘ schneller kaufbereit sein.

Als Impuls zwei Branchenbeispiele Lindstroms, wie Sie den Faktor Zeit erfolgreich im Text einbinden können:

  • Kaffeeanbieter: „Es ist Espressozeit.“
  • Kofferhersteller:„Es ist Zeit für einen neuen Satz Rollen.“

Setzen Sie Wörter ein,

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die angenehme Gefühle hervorrufen: „Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben“, erkannte der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges. Was das für Text heißt, der alle Sinne ansprechen soll? Ganz einfach. Tauchen Sie Ihre Botschaften und Werbeziele in emotionale Sprache. Darüber wird viel geforscht. Sprachinhalte werden von Männern, Frauen, Kindern oder älteren Menschen unterschiedlich aufgenommen. Weiterhin werden Sie beispielsweise bei einem Metzgermeister durch gefühlvolle Sprache völlig andere Reaktionen hervorrufen als bei der Inhaberin eines Ayurveda-Hotels. Ungeachtet soziodemografischer Aspekte, trotz Bildungsunterschiede oder der Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Kulturkreisen werden Sie durch gefühlvollen Text messbar mehr erreichen als durch langweiligen Text.

6-Sinnemarketing

Wecken Sie durch haptisches Texten Urinstinkte: Seit Dinosaurierzeiten entwickelt der Homo sapiens kraft innerer Bilder Angst. Heute flüchten wir nicht mehr vor bestialischen Raubtieren. Sondern aus Angst vor Überarbeitung und davor, bestimmten Karriere-, Umsatz- und Einkommensansprüchen nicht zu entsprechen. Thilo Spahl, Diplom-Psychologe und Co-Autor des Buches „Die Steinzeit steckt uns in den Knochen“, stellt fest: „Körperlich und geistig sind wir bei der Geburt im Grunde mit Menschen identisch, die vor 10.000 oder auch 100.000 Jahren gelebt haben.“ Verständlich, dass in einer Zeit, die uns täglich rund 10.000 Werbekontakten aussetzt, mit zunehmender Tendenz Neuromarketing zur Kundengewinnung eingesetzt wird. Haptisches Texten gelingt Ihnen, wenn Sie Ihre Textstrategie, Tonalität, Konzept und gegebenenfalls das Material sowie die Veredelung gedruckten Werbematerials auf menschliche Urinstinkte ausrichten. Schließlich wird unsere ganze Motivation, gleich zu welcher Handlung, von Urinstinkten gesteuert.

Welche menschlichen Urinstinkte Sie beim Texten und Konzipieren gezielt multisensorisch ansprechen sollten, sehen Sie hier:

6-Sinnemarketing

6-Sinnemarketing

Texten/schreiben Sie immer mit einer positiven Einstellung: Wahrscheinlich sind die Begriffe Haptik, multisensorisches Marketing, 6-Sinne-Marketing und haptisches Texten für Sie Neuland. Vielleicht wirken diese Möglichkeiten zur Steigerung der Rentabilität Ihres Marketings momentan noch wie ein unüberwindbarer Berg. Bedenken Sie, auch Lohnschreibern wird nichts geschenkt. Nehmen wir mal an, Sie haben Blut geleckt. Das Texten, Konzipieren und Werben nach dieser Checkliste wird Ihnen garantiert messbaren Umsatz-Zuwachs bescheren. Ein letzter Rat für Unentschlossene. Motivieren Sie sich mit Goethes Worten, die der Dichter in „Faust I“ zum Besten gibt: „Ich bin des trocknen Tons nun satt.“ Wohin damit? Plakativ vor Ihre Augen!

Lesen Sie hier gleich weiter:

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